Kita „Haus der Kinder“ zieht um

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Den Arm in die Chipsdose stecken oder doch lieber pink-gelbe Fellwürmer drehen? Im „Haus der Kinder“ sprudelt die Kreativität.

Münster (kat) - Toben, spielen und lachen – das geht auch im Pavillondorf an der Kulturhalle bestens. Wenige Wochen nach dem Umzug des Kindergartens „Haus der Kinder“ steht fest: Die Jungen und Mädchen haben sich gut eingelebt.

Fröhliche Kinderstimmen schallen über das Gelände hinter der Kulturhalle und überall wuseln kleine Jungen und Mädchen emsig beschäftigt herum: Es wird geschaukelt, gerannt und mit Sand gebaut.

„Besonders beliebt ist unser Hausberg, von dem die Kinder mit ihren Fahrzeugen herabsausen“, sagt die Leiterin des Kindergartens „Haus der Kinder“ Marion Kinzl lachend und berichtet weiter, wie gut sich die kleinen Steppkes schon eingelebt haben. „In den ersten Tagen waren sie natürlich noch damit beschäftigt sich zu orientieren, doch recht schnell hatten sie alles erkundet und nun fühlen sie sich hier wie zu Hause.“

Dass diese reibungslose Umstellung nicht selbstverständlich ist, weiß Olaf Salg, stellvertretender Leiter der Abteilung Soziales, Kinder- und Jugendförderung. Loben erkennt er an: „Die Erzieherinnen haben eine großartige Arbeit geleistet und sich sehr engagiert. Das trifft auch auf die Eltern zu, die sehr viele Ideen und auch Tatkraft beigesteuert haben und sich zum Beispiel um die Sonnensegel gekümmert haben.“

Keine leichte Aufgabe

Olaf Salg ist regelmäßig in der Anlage unterwegs und hat für alle Anliegen ein offenes Ohr, denn der Gemeindeverwaltung Münster sei es wichtig, dass der etwa neunmonatige Aufenthalt für alle Beteiligten so gut wie möglich von statten gehen könne.

Während auf dem Außengelände die Kinder munter herumflitzen, erinnert sich Kitachefin Kinzl an die Zeit des Umzugs: „Es war natürlich keine leichte Aufgabe, mit einem kompletten Kindergarten umzuziehen. Dazu war viel Organisation im Vorfeld nötig, wobei wir auch die Kinder befragt haben, was ihnen wichtig ist.“

An erster Stelle stand für die Kleinen: Ihre Gruppen sollten wie gewohnt zusammenbleiben und ihre Aufgaben behalten. So kümmern sich die Waschbären noch immer um die Bauecke, die Eisbären um die Puppenstube und die Pandas und Koalas betreuen gemeinsam die Lernwerkstatt.

Gerade der Puppenspielbereich hat eine große Anziehungskraft auf die kleinen Münsterer, denn dort können sie sich auch verkleiden, wie die sechsjährige Sarah berichtet: „Wir haben dort wieder unseren kleinen Schrank, in dem so viele tolle Kleider sind. Damit kann ich die Puppen so anziehen, wie ich es mag und danach spiele ich mit meinen Freundinnen mit unserer eigenen Verkleidungskiste.“

Der vierjährige Juri hingegen meint: „Ich fand die Bauecke früher schon toll und jetzt ist sie immer noch da, das ist super. Mit meinen Freunden baue ich Schlösser und ganz hohe Türme.“

„Die Fenster sind hier viel schöner“

Doch nicht nur das Altbewährte sorgt dafür, dass eine richtige Wohlfühlatmosphäre im neuen Kindergarten entstanden ist. „Die Fenster sind hier viel schöner, denn überall ist so schöner glänzender Stoff aufgehängt worden“, schwärmt Julia und die anderen kleinen Bären ihrer Gruppe stimmen ihr, zwischen den bunten Stoffbahnen sitzend, zu.

Eines ist allen Beteiligten wichtig, wie Bürgermeister Walter Blank schon während des Umzugs betonte: „Auch wenn es sich nur um eine vorübergehende Maßnahme handelt, soll in dieser Zeit kein Minimalbetrieb stattfinden. Die Kinder sollen sich nicht nur räumlich wohl fühlen, sondern auch weiterhin mit Aktionen und Angeboten gefördert werden.“

Das wird auch gerne umgesetzt, doch in der vergangenen Woche wurden erst einmal Kinder aus der Einrichtung „geschmissen“: Die angehenden Schulkinder wurden in einer fröhlichen Aktion aus dem Kindergarten verabschiedet.

Quelle: op-online.de

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