Hausgemachte Rattenplage

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Auch unverdaut werden Lebensmittel durch die Toilette oder den Abfluss entsorgt: halbe Steaks, zermatschte Kartoffeln, Obst, Gemüse - alles wird in der Kläranlage vom Rechen wieder zutage gebracht. Rund sechs Kubikmeter solchen Unrates werden pro Monat derart gesammelt und in Büttelborn auf einer speziellen Deponie entsorgt, informiert Wolfgang Kleinheinz, Mitarbeiter der Kläranlage.

Münster (tm) ‐ Keine leicht verdauliche Kost, die da täglich außerhalb Münsters per Kanal in der Kläranlage angeschwemmt wird: Halb abgenagte Steakknochen, Strünke vom Kohl, verfaulte Bananen, schimmeliger Kuchen, verdorbenes Brot... Von Thomas Meier

In letzter Zeit stellen die vier Mitarbeiter der Kläranlage vermehrt fest, dass viele Essensreste über die Toilette oder den Abfluss in den Kanal entsorgt werden. Und diese Hinterlassenschaften ziehen eine seit Jahrhunderten stets vergeblich bekämpfte Landplage geradezu magisch an, die noch nie zur Gattung der Kostverächter zählte: Ratten.

Übers Kanalnetz entledigte Essensreste bedeuten gleich mehrfach größeren Aufwand in der Kläranlage: Einmal müssen sie per mechanischem Rechen aus der Brühe herausgefischt werden, zudem haben sie den erhöhten Rattenbefall der Kanäle in Münster und Altheim zur Folge.

„Speisereste gehören nicht über die Toilette oder die Abflüsse in den Kanal, sondern in die grüne Tonne“, informiert die Gemeindeverwaltung.

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Quelle: op-online.de

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