Schau mit Sousaphon und Lyra

+
Sousaphon und Lyra an der Wand künden von musikalischen Aktivitäten in Münster aus vergangener Zeit.

Münster J Nichts Geringeres als die „Vielfalt der Kultur – Musikvereine in Münster und Altheim“ will die neue Ausstellung des Heimat- und Geschichtsvereins Münster (HGV) in der Langsmühle, Bahnhofstraße 48, ab Sonntag präsentieren. Von Thomas Meier 

Vor einem Jahr reifte die Idee zu der Schau, zu der morgen um 13 Uhr die Vernissage ist. Margarete Elster, Kuratorin der Präsentation, ließ unsere Zeitung schon mal vorab hineinschnuppern. Jedes Jahr wartet der HGV seit Eröffnung des Museums 2007 mit einer Ausstellung in der Langsmühle auf. Gegründet bereits zwei Jahre zuvor, zeigt sich der Verein dabei sehr kreativ und bodenständig, was sich wahrlich nicht ausschließt. So galt die erste Präsentation der Geschichte des Dorfs, mit der Muna und ihrer Historie setzte sich der HGV detailliert auseinander, er trug eine Schau zur Schulgeschichte in Münster und Altheim zusammen und ging in einer anderen auf die Reiselust der Deutschen ein. Dem Feuerlöschwesen der Gemeinde galt gewichtiges Augenmerk. Und im vergangenen Jahr war es das christliche Leben, das reich bebildert und mit vielen Objekten wie liturgischen Gewändern beider Konfessionen erläutert wurde.

Immer hielt sich der HGV bei der Themenwahl an aktuelle Ereignisse wie beispielsweise anstehende Jubiläen. So auch in der aktuellen Präsentation, denn gleich mehrere Gesangvereine in Münster und Eppertshausen haben runde „oder halbrunde Geburtstage“, wie Margarete Elster schmunzelnd erläutert. 100 Jahre Musikverein Münster, 125 Jahre Kirchenchor Cäcilia, der MGV 1863 Altheim feierte erst tüchtig sein 150-Jähriges und der Feuerwehrspielmannszug wurde vor 60 Jahren aus der Taufe gehoben. Da hatte die fünfköpfige Arbeitsgruppe im HGV einiges zusammenzustellen, denn die Musikvereine brachten sehenswerte Exponate an die Bahnhofstraße. Inge Eckmann, Ewald Schneider, Heinz und Helma Müller sowie Margarete Elster konnten sehr zur Freude von HGV-Vorsitzendem Kai Herd eine packende Schau ansprechend in Szene setzen.

Margarete Elster mit einem alten Sängerpokal inmitten der spannenden neuen Ausstellung des Heimat- und Geschichtsvereins Münster in der Langsmühle.

„Vor allem die Vereinsfahnen sind prächtig anzuschauen“, sagt Margarete Elster, doch sehr wertvoll, vor allem ideell, sind auch Trophäen von einstigen Sangeswettstreiten oder gar die historischen Instrumente, die gezeigt werden. Unter letzteren ist beispielsweise ein Sousaphon (eine Basstuba) von 1935, gefertigt von „Musical Instrument Manufacturing in Elkhart, Indiana“ oder aber einer alten Lyra, Eigentum des Turnvereins Münster, aus dessen ehemaligem Spielmannszug sich vor rund 20 Jahren die Big Band des TV rekrutierte. Vier Chöre und vier Orchester haben für die Darlegung ihrer Vereinsentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert das entsprechende Material zusammengetragen, um mit Bildern, Instrumenten und vielen Schriften ein Zeugnis ihres kulturellen Erbes im heimischen Vereinsleben aufzuzeigen. Am ersten Sonntag im Februar ist Eröffnung. Das Museum ist von diesem Termin an immer am ersten Sonntag im Monat bis Juli von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Besucher erwartet nicht nur am Eröffnungstermin eine musikalische Darbietung, sondern auch an allen weiteren Terminen werden die Besucher derart unterhalten.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare