„Höchste Wachsamkeit“

Münster - (rose)  „Nach dem äußerst schnellen und seitens der CDU-Mehrheitsfraktion nur sehr dürftig begründeten Beschluss, einen Kinderspielplatz einem Baugelände zu opfern, wollten sie sich mit einer ersten Stellungnahme an die Münsterer Öffentlichkeit wenden, so schreibt es die Bürgerinitiative zur Erhaltung des Kinderspielplatzes in der Robert-Koch-Straße in einer Pressemitteilung.

Nicht alles, was da so im Rathaus erdacht und mit breitem Rücken durchgewunken wird, zeugt von ‚Weitblick und Sachverstand“, so die Bügerinitiative. „Einfach nur hinnehmen und runterschlucken, was uns die ‚Weisen‘ im Rathaus immer wieder mal bescheren, sollten wir als Bürger dieser einst ‚reichen‘ Gemeinde nicht“, so schreibt es die Bürgerinitiative. Es gäbe überhaupt in letzter Zeit eine ganze Reihe von „Merkwürdigkeiten“ , die von der Mehrheit nicht gebilligt und Unverständnis hervorrufen würden.

Wir denken dabei an die gravierenden Gebührenerhöhungen in fast allen Bereichen, an die fadenscheinig begründete Fällung von über 100 Bäumen in der Goethestraße, an ein fragwürdiges ‚Fachmarkt-Zentrum‘, in dem man schon jetzt die Insolvenzen und Leerstände erahnt. Und ohne zwingende Notwendigkeit wegen eines ‚Haushaltsloches‘ wird nun ein Kinderspielplatz verscherbelt“, so die Bürgerinitiative. Andere Gemeinden und Städte in der nahen Umgebung hätten weit größere Löcher in der Kasse – und würden nicht im Traum daran denken derartige „Notstandsbeschlüsse“ zu fassen.

Was konkret den Kinderspielplatz anbetrifft, sind wir dabei, die Argumente der CDU für und die Argumente der SPD und der Liste Alma gegen diesen Verkauf auf ihre Stichhaltigkeit hin zu überprüfen und mit unserer eigenen Begründung für den Erhalt des Platzes und der Bäume zu vergleichen.“ Ohne „höchste Bürgerwachsamkeit“ könne es passieren, dass weitere Kinderspielplätze und Teile des Bürgerparks Bauplätze getilgt werden.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © op-online

Kommentare