Beste Vorleser gesucht und gefunden

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Die beiden Aue-Schüler Carsten Frühwirt und Lynnet Teichmann.

Münster (tm) ‐ Dass Deutschlands Schüler bei der Lesekompetenz im internationalen Vergleich deutlich aufgeholt haben, hob unlängst die aktuelle Pisa-Studie hervor.

Einen lebhaften Eindruck davon, wie leidenschaftlich gerne und ausdrucksstark die Münsterer Aue-Schüler Literatur vortragen können, machte sich nun eine achtköpfige Lehrer-Jury: Zum großen „Vorlesewettbewerb-Schulfinale“ traten neun hoch motivierte und gar nicht aufgeregte Sechstklässler an. Carsten Frühwirt (Klasse F6b) und Lynnet Teichmann (Klasse G6c) gingen schließlich nach 90 Minuten Wettbewerb als Schulsieger nach Hause. Die Jungs werden beim Kreisentscheid im Februar 2011 die Münsterer „Schule auf der Aue“ vertreten.

Weitere Informationen zum bundesweiten Vorlesewettbewerb gibt es auch auf seiner Internetseite.

Die neun Vorleser, die zuvor ihre Klassenwettbewerbe gewannen, mussten sich in zwei Runden den Bewertungen der Jury stellen. In Runde eins durften sie aus Büchern ihrer Wahl vorlesen, im Finale mussten dann die Besten der Vorrunde einen unbekannten Text vortragen. Förderstufenschüler Carsten Frühwirt kam mit seinem lebendigen, spannenden Vortrag aus dem Fantasybuch „Der goldene Kompass“ von Philip Pullman eine Runde weiter, ebenso zogen Martina Kraus (F6a, „Das Phantom am Fenster“ von Emma Fischel) und Lea Schuchmann (F6a, „Rosas schlimmste Jahre“ von Francine Oomen) ins Finale ein. Ihre Mitschüler Constantin Watzke (F6b, „Warrior Cats“ von Erin Hunter) und Eda Temee (F6d, „Fear Street“ von Robert L. Stine) schieden aus.

Gymnasiast Lynnet Teichmann brachte mit seinem lustigen, beschwingten Auszug aus Josh Liebs Jugendbuch „Ich bin ein Genie und unsagbar böse“ die Jury zum Lachen, ebenso verzückte die textsichere, sauber vortragende Sabrina Petry (G6a, „Krabat“ von Otfried Preußler) die Lehrer. Merym Marquas (G6b, „Biss zum Abendrot“ von Stephenie Meyer) und Lara Schmidt (G6d, „3 freche Sardinen“ von Patricia Schröder) kamen leider nicht weiter.

In der Finalrunde lagen dann Bücher von Cornelia Funke auf dem Vorlese-Tisch. Bei den Gymnasiasten bestaunten die Juroren ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Sabrina und Lynnet: Die Zwei schenkten sich nichts. Lynnet lag am Ende knapp vor seiner Mitschülerin. Bei den Förderstufenschülern setzte sich der erneut souverän vorlesende, passend betonende Carsten gegen seine Mitstreiterinnen Martina und Lea durch.

Die Jury, bestehend aus den Deutsch-Lehrern der sechsten Klassen und Förderstufenleiterin Christel Winkelmann, hatte schließlich die Qual der Wahl. Bewertet wurden die Vorleser in sieben Kriterien, darunter „deutliche Aussprache“, „sinngemäße Betonung“ und „Lebendiges Vortragen von wörtlicher Rede und Geräuschen“. Für jede Kategorie wurden Punkte vergeben. Die Punktbesten der Vorrunde zogen ins Finale ein.

„Alle Teilnehmer haben das ganz cool und wunderbar gemacht, da kann man nur alle loben. Am Ende entschieden nur Nuancen über die Sieger“, kommentierte Lehrerin Winkelmann die spannende Schulentscheidung.

Carsten und Lynnet werden im Februar 2011 nun die Münsterer „Aue-Schule“ beim Kreisentscheid vertreten. Sollten sie es schaffen, warten noch drei weitere Entscheide bis zum Bundesfinale. Im Juni 2011 kürt der „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“, der den Wettbewerb ins Leben gerufen hat, dann die besten Vorleser Deutschlands. Zu gewinnen gibt es im Finale einen Wanderpokal. Zudem kommt ein Autor zu Besuch an die Schule des Gewinners.

Quelle: op-online.de

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