SPD für Hotelbau an Altheimer Straße

Münster - Bei der Bebauung des Neubaugebietes an der Altheimer Straße sollte überlegt werden, ob anstelle des Wohngebietes nicht ein Sondergebiet Hotel ausgewiesen wird, erklärt die Münsterer Fraktion der Sozialdemokraten.

Hierfür gebe es im Rhein-Main-Gebiet aufgrund der vielen Messen einen großen Bedarf und ein Investor für eine Hotelanlage dürfte auch zu finden sein. So sehen es zumindest der SPD-Fraktionsvorsitzende Gerald Frank und Edmund Galli, Mitglied im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss. Bei einem Ortstermin forderten sie, den Bebauungsplan so auszuarbeiten, dass dort eine „Green-Label-Siedlung“ entsteht, die auf erneuerbare Energien und höchsten ökologischen Standards aufbaut. Dies auch unter dem Gesichtspunkt des nahegelegenen Naturschutzgebiets. Für das neue Baugebiet „An der Altheimer Straße“ hat die Gemeindevertretung in ihrer vergangenen Sitzung den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan beschlossen. Ausgewiesen wurden Flächen für Gewerbe und Wohnen mit integrierter Grünfläche. Gerald Frank, SPD-Fraktionsvorsitzender, berichtet, dass er vermehrt von Bürgern über die Sinnhaftigkeit eines Neubaugebiets angesprochen wird.

Die SPD-Fraktion hat von Anfang an deutlich gemacht, dass sie die Ausweisung neuer Flächen für die Ansiedlung neuer Gewerbegebiete begrüßt. „Wir können neue Arbeitsplätze in Münster und zusätzliche Gewerbesteuer gut gebrauchen“, erklärte Frank. Allerdings sei eine Siedlung von geplanten 50 bis 60 Ein- und Zweifamilienhäusern im Anschluss an das Gewerbegebiet alles andere als sinnvoll. Die Siedlung ist durch das Gewerbegebiet von der bestehenden Wohnbebauung isoliert. Daher solle man sich Gedanken machen, durch eine etwas reduziertere Wohnbebauung zu Gunsten eines Hotelneubaus ein attraktives Angebot nach Münster zu bringen und damit die hohe Nachfrage nach Hotelbetten durch die Messen im Rhein-Main-Gebiet zu befriedigen. Das würde auch zu zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen führen.

Mit dem neuen Baugebiet kommen neue Verhältnisse in puncto Verkehr insbesondere auf die Altheimer Straße, aber auch auf die Friedrich-Ebert-Straße zu. „Hier müssen wir die Verkehrsströme genau analysieren“, so Galli, „um sichere Fahrrad- und Schulwege zu gewährleisten“. Die Bauplanungen müssten parallel von der Erstellung eines ortsweiten Verkehrskonzepts begleitet werden. Der Ansiedlung eines Discounters am geplanten Areal steht die SPD positiv gegenüber. Eine Versorgung der nördlichen und östlichen Wohngebiete von Münster sei überfällig und verkürze die Wege für einen Großteil der Münsterer. Selbst für Altheimer wäre ein Discounter an dieser Stelle eine attraktive Einkaufsmöglichkeit. Allerdings dürfe die Ansiedlung eines Discounters im neuen Baugebiet nicht zu Lasten der Ortsmitte erfolgen. „Eine Nahversorgung in der Ortsmitte von Münster muss weiterhin gewährleistet bleiben“, so Gerald Frank abschließend.

(tm)

Quelle: op-online.de

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