Hundesteuer soll´s richten

Münster - Sowohl im Haupt- und Finanzausschuss als auch in der jüngsten Gemeindevertretersitzung war die Anhebung der Hundesteuer zwar Thema, aber zu keinem Zeitpunkt ein wirklich umstrittenes. Von Thomas Meier

Mit dem Hinweis auf das Haushaltssicherungskonzept und die Auflagen der übergeordneten Behörden, den Gemeindehaushalt in den Griff zu bekommen, beschlossen die Gemeindevertreter ohne Diskussionen über alle Fraktionsbänke hinweg in beiden Gremien die von der Verwaltung vorgeschlagene Anhebung der Sätze. Immerhin: „Die geschätzten Mehrerträge pro Jahr belaufen sich auf rund 10.000 Euro“, heißt es schon in der Rathausvorlage. Derzeit sind der Finanzbehörde knapp 800 steuerpflichtige Fiffis gemeldet.

Die neue und derart einmütig verabschiedete Satzung tritt zum 1. Januar kommenden Jahres in Kraft. Der Ersthund eines jeden Münsterers schlägt dann jährlich mit 48 Euro zu Buche, bislang mussten Herrchen oder Frauchen 36 Euro dafür über den kommunalen Verwaltungstresen schieben. Für einen Zweithund werden zukünftig 72 Euro veranschlagt, bislang kamen die Halter für den Zweithasso noch mit 48 Euro davon. Und jeder weitere Wauwau will in Münster fortan mit 108 Euro besteuert sein, seither kostete das Vergnügen, sich eine kleine Meute zu halten, ab dem dritten Hund 84 Euro.

Die Verwaltung Münsters gab den Gemeindevertretern folgende Stellungnahme vom Hessischen Städte- und Gemeindebund mit auf den Entscheidungsweg: „Nach der einschlägigen Rechtsprechung waren bereits Mitte der 80er Jahre Steuersätze von umgerechnet 120 Euro pro Jahr auf den ersten Hund auf jeden Fall verhältnismäßig. Nach unserer Kenntnis sind die Steuersätze in den meisten hessischen Städten und Gemeinden nach wie vor weit unter diesem Betrag. Von daher sollte gelegentlich eine angemessene Erhöhung in Betracht gezogen werden.“

Ein Blick in die Nachbarkommunen dürfte Münsters Parlamentarier in ihrer Einmütigkeit bei der Erhöhung bestärkt haben: In Eppertshausen zahlt der Bürger für den Ersthund 36 Euro, in Dieburg 54; Zweithunde schlagen dort mit 48 und 81 Euro zu Buche und jeder weitere Hund in Eppertshausen mit 72 Euro, in Dieburg gar mit 108.

Quelle: op-online.de

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