CDU beklagt die dauerhafte Sperrung

„Was wird mit Iglauer Straße?“

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Kein Durchkommen mehr gen Dieburg.

Münster - Bei der CDU mehrten sich die Anfragen zur seit langem gesperrten Iglauer Straße, erklärt Fraktionsvorsitzender Thorsten Schrod. Er möchte wissen, was mit dem rechtlich ungeklärten Straßenstück geschehen soll.

Für viele Bürger stelle sich die Frage, wann die seit Oktober 2015 geschlossene Straße wieder geöffnet werde. Dies betreffe insbesondere besorgte Eltern von Schulkindern der Kennedy-Schule, die wegen des dort durch die Sperrung herrschenden regen Verkehrs beunruhigt sind. Schrod schreibt: „Zutreffend ist, dass der betroffene Straßenabschnitt der Iglauer Straße im ursprünglichen und seit Jahrzehnten gültigen Bebauungsplan nicht als Straße, sondern als Grünstreifen klassifiziert ist. Dennoch wurde dieser Teil über mehrere Jahrzehnte als Straße genutzt. Darüber hat sich weder jemand beschwert, eine Schließung verlangt noch haben übergeordnete Behörden die Schließung und Umwidmung angeordnet.“

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Der Grund für die Schließung im Herbst 2015 sei laut Schrod „die unüberlegte und spontane Vorgehensweise von Bürgermeister Frank“. Um das durch die Bauarbeiten im Dieburger Nordring damals entstandene Lkw-Verkehrsaufkommen durch die Straße und durch Münster zu unterbinden, habe er verfügt, die Straße zu schließen. Im Folgenden hätten sich dann einige Anwohner den Bestrebungen der Gemeinde widersetzt, die Straße wieder zu öffnen. „Damit eine Öffnung rechtlich allerdings nun überhaupt zulässig ist, muss der betroffene Straßenabschnitt zunächst offiziell in eine Straße umgewidmet werden. Gegen diesen bereits gefassten Beschluss des Gemeindevorstands wurde von einigen Anwohnern allerdings Widerspruch eingelegt. Bis zur endgültigen Klärung dieses Widerspruchs bleibt die Straße also vorerst geschlossen“, erklärt die CDU.

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Bürgermeister Frank suche die Versäumnisse für die aktuelle Problematik bei seinen Vorgängern sucht. Fakt sei aber, dass es keine Auflage gab, die Straße zu schließen und im Bebauungsplan entsprechend umzuwidmen. Die nun erforderlich, gewordene Umwidmung resultiere aus Franks voreiligen Sperrung und der im Anschluss daran eingelegten Proteste gegen die Wiederöffnung. „Hätte er die Straße im Oktober 2015 nicht gesperrt, so wäre sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch aktuell – wie viele Jahrzehnte davor – offen und passierbar“, meint Schrod abschließend. (tm)

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Quelle: op-online.de

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