Starkes Kulturangebot

IHK-Prädikat: Münster darf sich „ausgezeichneter Wohnort“ nennen

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Das Qualitätszeichen der IHK Darmstadt-Rhein-Main-Neckar überreichte Vizepräsident Matthias Martiné (rechts) an Meike Mittmeyer-Riehl (Öffentlichkeitsarbeit) und Wirtschaftsförderer Olaf Burmeister-Salg (links) sowie Bürgermeister Gerald Frank.

Münster - Die Gemeinde Münster sowie dort ansässige Unternehmen dürfen ab sofort mit dem Prädikat „Ausgezeichneter Wohnort“ werben.

Das Qualitätszeichen wird nach einer Prüfung durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt-Rhein-Main-Neckar verliehen, sofern die Gemeinde bei diversen Aspekten eine gewisse Prozentzahl erreicht hat. Münster ist dies als 46. Kommune sowie als 14. Kommune im IHK-Bezirk Darmstadt gelungen. Das würdigte die IHK in einer nicht-öffentlichen Feierstunde im Rathaus im Beisein von Vertretern aus Rathaus, Lokalpolitik und Gewerbe.

Matthias Martiné, Vizepräsident der IHK Darmstadt-Rhein-Main-Neckar, überreichte die Urkunde an Bürgermeister Gerald Frank. Zuvor hatten Martiné und Martina Hofmann (Standortpolitik der IHK) noch einmal das Prozedere bis hin zur Auszeichnung und ihren tieferen Sinn erläutert. Kern des „Ausgezeichneten Wohnorts“ ist, wie gut eine Kommune in Sachen Leistung und Service in mehreren Feldern gegenüber Neubürgern aufgestellt ist.

Auf dem Weg zum Gütezeichen fragte die IHK auch in Münster zunächst schriftlich 38 Kriterien in den fünf Handlungsfeldern „Strategische Zielsetzung“, „Zuzug leichtgemacht“, „Beruf und Familie“, „Ausländische Fachkräfte“ und „Lebensqualität“ ab. Für die Gemeinde stellten Meike Mittmeyer-Riehl (Öffentlichkeitsarbeit) und Olaf Burmeister-Salg (Wirtschaftsförderung) die Unterlagen federführend zusammen. Es folgte ein persönlicher Austausch zwischen IHK und Rathaus-Vertretern. Schlussendlich übertraf Münster die mindestens geforderten 70 Prozent, wobei weder Martiné noch Frank am Montag die exakte Bewertung verraten wollten. „Wir wollen keinen Wettbewerb zwischen den Gemeinden entfachen und kein Ranking erstellen“, sagte Martiné. Unter den 14 südhessischen Kommunen, die bisher zum „Ausgezeichneten Wohnort“ ernannt wurden, soll sich Münster bei der Bewertung aber im Mittelfeld befinden.

Hauptstraßenfest in Altheim: Fotos

Besonders stark schnitt die Gemeinde beim Kulturangebot ab, wozu auch Bälle, Konzerte und Kabarett in der Gemeinde sowie das „ARThaus“ im Ortsteil Altheim beitrugen. Unter anderem durch den Neubürgerempfang nehme man Zugezogene zudem gut an die Hand. Im Neubaugebiet „Im Seerich“ begrüßte die Gemeinde in diesem Jahr mit einem Grillfest. Beim Service für ausländische Fachkräfte ist das Angebot noch ausbaufähig – etwa fehlt auf der Verwaltung ein Dolmetscher für Neubürger mit Deutsch-Defiziten.

Unter dem Strich war Bürgermeister Frank aber zufrieden: „Münster hat viel zu bieten. Dafür sprechen auch die steigenden Einwohnerzahlen. Die Auszeichnung ist ein weiterer Baustein des Aufbruchs in Münster.“ Derlei wolle man nun mit der Auszeichnung nach außen tragen. Auch Münsterer können mit dem Qualitätszeichen für den Standort werben und Fachkräfte ansprechen, etwa auf ihrem Briefpapier oder ihrer Website. Die Auszeichnung ist für drei Jahre gültig. Danach kann freiwillig eine weitere IHK-Prüfung durchlaufen werden. (jd)

Quelle: op-online.de

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