Als Ikarus seine Federn ließ...

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Künstlerin Sue Hénon brachte den Kindern die Geschichte von Ikarus und das Malen näher.

Münster ‐ Um den Jungen und Mädchen sowohl die Welt der griechischen Sagen als auch die Liebe zur Gestaltung näher zu bringen, hatte am Freitag das Team der Bücherei in das Storchenschulhaus eingeladen. Von Jasmin Frank

Micky Maus, Superman und Tarzan, sie alle sind den Kindern von heute wohl bekannt, doch wer weiß, welche tragische Figur Ikarus war?

„Zunächst wurde die Sage kurz zusammengefasst und dann der Teil, indem Ikarus gemeinsam mit seinem Vater versucht, über das Meer zu fliegen, vorgelesen. Die Kinder waren ganz und gar in den Bann der Geschichte gezogen“, erzählte Leiterin Barbara Winter.

Den künstlerischen Aspekt brachte Malerin Sue Hénon den Kindern näher, die informierte: „Wir arbeiten oft mit Kinder zusammen, egal ob in Dieburg im Atelier, im Museum oder in Schulen und Kindergärten. Wir haben für heute extra eine Szene ausgesucht, die sich von den Jungen und Mädchen gut darstellen lässt.“ Die sind auch ganz begeistert bei der Sache und stellen mit viel blauer Farbe einen Hintergrund auf ihrem Blatt her. Doch wie lässt sich hierbei ein Himmel vom Meer unterscheiden? „Das Wasser wird wellenförmig gemalt und man benutzt dazu noch grüne Farbe. Der Himmel wird aber mit ganz geraden Strichen und nur mit blauer und weißer Farbe gemacht“, wissen Annemarie und Leonie. Die beiden Neunjährigen haben sich für ein Meeresmotiv mit Sonnenuntergang entschieden, während die Jungen nebenan eher den Blick in den Himmel bevorzugen. Alle aber werden dann aus dem Bild eine Collage machen, indem sie auf einem separaten Blatt eine Sonne und viele Federn gestalten, die dann ausgerissen werden.

„Die weißen Konturen bilden eine besondere Optik, wenn sie auf den blauen Hintergrund geklebt werden, was besonders bei den Federn, die vom Himmel auf das Wasser fallen sollen, sehr gut wirkt“, weiß Künstlerin Hénon, die sich gerne für die Jugendkulturtage zur Verfügung stellt.

Quelle: op-online.de

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