Polizeihubschrauber fahndet nach Täter

Joggerin wehrt sich gegen sexuelle Belästigung

Münster/Eppertshausen - Wollte der Unbekannte sein Opfer im Wald vergewaltigen? Eine Joggerin wehrt einen Angriff und eine sexuelle Belästigung in einem Waldstück zwischen Münster und Eppertshausen ab. Die Polizei sucht nun dringend Zeugen.

Eine 39-jährige Frau ist laut Polizei gestern Nachmittag nördlich der Bundesstraße 45 zwischen Münster und Eppertshausen von einem bislang unbekannten Täter angegriffen und sexuell belästigt worden. Die Frau befand sich gegen 16 Uhr beim Joggen auf einem Waldweg im Bereich Breitefeld in der Nähe des Urberacher Weges. Dort kam ihr der Täter zuerst entgegen, drehte dann um und verfolgte die Frau. Er sprach die Frau in einen akzentfreien Deutsch an, bedrängte sie und brachte sie zu Fall. Aufgrund der heftigen Gegenwehr der Joggerin ließ der Täter von ihr ab und flüchtete. Eine erste Fahndung nach dem Täter, bei der auch der Polizeihubschrauber eingesetzt wurde, verlief bislang ohne Erfolg.

Der Täter ist zwischen 20 und 30 Jahren alt, etwa 1,75 Meter groß und sehr schlank. Er hat blonde Haare und eine blassen Teint. Zur Tatzeit war der Mann mit einer hellblauen ausgewaschen Jeans, Turnschuhen und einer dunklen Wollmütze sowie einen dunkelblauen Anorak bekleidet. Die Kriminalpolizei in Darmstadt hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu dem Täter geben können, denen die beschriebene Person aufgefallen ist oder die sich gegen 16 Uhr in dem genannten Waldstück aufgehalten haben. Nach ersten Ermittlungen soll ein Jogger kurz vor der Tat im gleichen Waldstück unterwegs gewesen sein. Dieser Jogger könnte ein wichtiger Zeuge für die Polizei sein. Er und weitere Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06151/969-0 zu melden.

Erst vor wenigen Tagen kommt es ebenfalls zu einer sexuellen Belästigung, in Hanau: Vier Männer sollen dabei eine Frau angegangen, zwei das Opfer an Po und Brüsten unsittlich berührt haben. Auch in Groß-Zimmern ermittelt die Polizei nach einem Übergriff. Eine 24-jährige Frau wird auf ihrem Nachhauseweg von mindestens zwei bislang unbekannten Tätern belästigt. (dr)

SOS vom Smartphone: Das Mobiltelefon als Nothelfer

Nach dem Alarm sollen bei "Mein Notruf" Mitarbeiter in der Rettungszentrale anhand des lokalisierten Standorts und persönlicher Daten passende Hilfe organisieren können. Foto: Mein-Notruf GmbH
Mit einem Klick auf den roten Alarm-Button setzt man bei der App "Mein Notruf" einen Notruf ab, ohne dass man sprechen muss. Foto: Mein-Notruf GmbH
Einige Notfall-Apps wie etwa der Schweizer Anbieter "Uepaa!" leiten Notrufe an eine eigene Rettungszentrale weiter. Foto: Uepaa AG
Die App "Protegon SOS" löst bei Alarm die Kamera des Smartphones aus und schickt das Foto an die interne Rettungszentrale. Foto: Protegon SOS
SOS vom Smartphone: Das Mobiltelefon als Nothelfer

Rubriklistenbild: © dpa

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