„2. River Night“ wie Premiere ein Erfolg

Johnny Cash an der Gersprenz

Rabaz - vorn Ralf Schneider - hatten auf der „River Night“ ihren ersten größeren Auftritt. -  Foto: Dörr

Münster - Wie gut, dass in der Gersprenz ein Flüsschen durch Münster fließt: Andernfalls würde es die „River Night“ zumindest unter diesem Namen nicht geben.

Vergangenes Jahr trafen sich die Musikfans erstmals an drei Veranstaltungsorten in unmittelbarer Nähe zum Wasser. Langsmühle, Anglerheim und Wanderheim hatten dabei den Auftakt gemacht. Sie waren in diesem Jahr ebenfalls Schauplätze - daneben allerdings auch noch Jugendzentrum, Radsport-Heim und das „Minsdere Pils-schtibbche“. Überall gab es Liveklänge - von Münsterern für Münsterer.

„Das Konzept passt, wir haben gegenüber dem Vorjahr nochmals eine Steigerung erlebt“, sagte am Tag nach der „2. River Night“ Ralf Schneider, einer der Initiatoren. Er hob unter anderem hervor, dass nicht nur das Publikum überwiegend aus Münster gekommen war. „Es spielen in den Gruppen auch fast überall Münsterer mit.“ Ein Beispiel dafür waren etwa The Pins, die schon bei der ersten Auflage dabei gewesen waren und diesmal im Anglerheim Rock und Pop diverser Jahrzehnte zu Gehör brachten.

Volle Kneipen, tolle Musik

Auch auf die Band, mit der Schneider selbst an der „Flussnacht“ teilnahm, traf seine Beobachtung zu. Die vierköpfige Formation Rabaz hatte am Samstag ihren ersten größeren Auftritt, war im vergangenen Jahr lediglich schon einmal im überschaubaren Rahmen auf dem Rathausplatz zu sehen und hören gewesen. Drei von vier Bandmitgliedern kämen aus Münster, so Schneider, der zusammen mit Manfred Bürner, Achim Karn - mit dem eher selten gespielten Kontrabass - und Joachim Kreher als „Joyce, der Dritte“ im Wanderheim für Stimmung sorgte. Hier war von Beginn der „River Night“ die Bude voll - noch ehe der erste Song gespielt wurde. Das galt auch für die benachbarte Langsmühle, wo Kerrygold den Irish Folk verehrten. Etwas verhaltener startete der Abend im Jugendzentrum, nahm mit dem musikalisch starken Duo Aroha in einem ähnlichen Beritt wie Kerrygold nach und nach jedoch Fahrt auf.

Ganz klar dem Soul verschrieben hat sich Lewis C., der im „Pilsschtibbche“ auftrat. Ohne wohnlichen Bezug zu Münster, sondern aus Dieburg und Groß-Umstadt kommend, gaben beim Verein für Radsport LetSwing ihre „River Night“-Premiere. Während sich Rabaz einige hundert Meter weiter auf Bruce Springsteen und Johnny Cash konzentrierten, packten LetSwing Frank Sinatra und Louis Jordan in ihr Programm. Auch aufgrund des wieder sehr guten Besuchs bei freiem Eintritt - ohne dass die Interessengemeinschaft (IG) „River Night“ allzu kräftig die Werbetrommel gerührt hatte -, kündigte Ralf Schneider für die IG am Wochenende schon mal die dritte Auflage an. 2015 soll die „River Night“ am 14. März steigen.

 jd

Quelle: op-online.de

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