Vereine und Bürger schwärmen aus

Kampf dem wilden Müll

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Eine Woche lang haben insgesamt 93 Kinder der Altheimer Regenbogenschule Müll rund um ihre Schule eingesammelt. Die Aktion war Teil der kreisweiten Müllsammelaktion.

Münster - Der Einsatz hat sich wieder einmal gelohnt: Insgesamt sieben Kubikmeter Müll haben die Münsterer bei der mittlerweile 16. kreisweiten Müllsammelaktion aufgelesen. Das wohl kurioseste Fundstück darunter war ein rohes Schweinebein, wie die Gemeindeverwaltung mitteilt.

55 Freiwillige hatten sich zu der Umweltaktion vor dem Rathaus zusammengefunden, um anschließend in Teams auszuschwärmen und weite Teile Münsters von wildem Müll zu befreien. Von den Vereinen waren die Christliche Gemeinde, die Pfadfinder St. Michael, der Heavy Metal Club „Beast“ und der Verein Radsport 1921 dabei. Hinzu kamen viele Einzelpersonen, darunter auch viele Kinder. „Es freut mich, dass so viele Unterstützer und vor allem auch so viele Kinder gekommen sind, denn das Problem wilder Müll geht uns alle an“, sagte Bürgermeister Gerald Frank bei der Begrüßung. Müll in Hecken, Sträuchern und Straßengräben sieht nicht nur unschön aus, sondern kostet den Steuerzahler deutlich mehr als eine ordnungsgemäße Entsorgung. Und nicht zuletzt leidet natürlich auch die Umwelt: Die Erde ertrinkt im Abfall. Bis 2050 wird es in den Weltmeeren mehr Plastikmüll als Fische geben, prognostizieren Forscher.

Bereits in der Woche zuvor hatten sich 15 Bürger aus dem Neubaugebiet „Am Seerich“ zusammengetan, um das angrenzende Feld Richtung Altheim von Müll zu befreien, den Sturm „Fabienne“ zuvor dorthin getrieben hatte. Dabei kam ein großer Container zusammen. Auch 93 Grundschulkinder der Altheimer Regenbogenschule waren eine Woche lang fleißig und nahmen Müllgreifer, Säcke und Schippe in die Hand, um rund um ihre Schule Müll zu sammeln. Innerhalb einer Woche sammelten sie rund zwei Kubikmeter ein.

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Die Schüler zeigten sich beim Besuch von Bürgermeister Frank erschüttert über die Menge an Unrat. Alle versprachen, weiterhin achtsam mit ihrer Umwelt umzugehen und selbst keinen Müll in die Natur zu schmeißen. Alle Helfer – ob Groß oder Klein – bekamen zum Schluss ein kleines Dankeschön.

Die Kampagne „Saubere Landschaft“ im Landkreis will ein Zeichen für mehr Naturschutz und ein größeres Bewusstsein gegenüber der Umweltverschmutzung setzen. Es beteiligten sich folgende Kommunen: Groß-Umstadt, Otzberg, Dieburg, Münster, Groß-Zimmern, Ober-Ramstadt, Mühltal, Reinheim, Pfungstadt und Groß-Bieberau. (nkö)

Quelle: op-online.de

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