„Kann kein Staat zahlen“

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Für langjärhiges Engegament in ihrem Verein wurden Winfried Grießmann, Josef Löbig, Rainer Beck und Horst Löbig ausgezeichnet.

Münster - Neben einer Vielzahl an erfolgreichen Sportlern wurden auf der Sportler- und Bürgerehrung in der Kulturhalle ihrem Namen entsprechend auch besonders engagierte Bürger geehrt. Von Jasmin Frank

„Was die Ehrenamtlichen in unserem Land leisten, das kann kein Staat bezahlen“, stellte Bürgermeister Walter Blank fest und würdigte damit das Verdienst der fleißigen Helfer, von denen er vier gemeinsam mit Günter Willmann, dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, auf die Bühne bat.

Für seine Verdienste beim Turnverein wurde Rainer Beck ausgezeichnet, der dort nicht nur seit 1964 Mitglied ist, sondern in dieser Zeit für die Tischtennisabteilung auch 1096 Wettkampfspiele bestritten hat und dafür vom Verband mit der Spielerverdienstnadel in Bronze, Silberund Gold ausgezeichnet worden ist. Beck brachte sich auch im Wirtschaftsausschuss und als fähiger Koordinator ein und war verantwortlich für die Neu- und Umbauten an der Vereinshalle. Zudem war er fünf Jahre lang stellvertretender Vereinsvorsitzender.

Winfried Grießmann von der Wandergesellschaft Frisch-Auf betreibt sein Hobby nicht nur seit 1968 als Mitwanderer im Verein, sondern hat schon zahlreiche Wanderungen organisiert. Zudem hat er immer wieder Ämter übernommen, vom Pressewart und Kassierer über Beisitzer und Hauswart bis hin zum 2. Vorsitzenden. Stets hilfsbereit bei zahlreichen Veranstaltungen und Arbeiten ist er darüber hinaus noch in mehreren Ausschüssen aktiv und wurde vom Spessartbund und von seinem Verein mehrfach ausgezeichnet. So ist er zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt worden.

Josef Löbig vom AGV Eintracht wurde für 65 Jahre aktive Sängertätigkeit geehrt, in der er auch fast ein Vierteljahrhundert lang Schriftführer war und bis heute zahlreiche Aufgaben übernimmt, zu denen auch das Amt des Beisitzers und die Arbeit in den Ausschüssen gehörte und nunmehr noch die Führung der Anwesenheitsliste bei den Chorproben geblieben ist. „Für mich ist das Singen das A und O. Gemeinsam mit meiner Frau Christina trällere ich auch viel zu Hause“, erzählt er. Der rüstige 83-Jährige lebt für den AGV und legt sogar seinen Urlaub nach den Vereinsterminen fest, so dass ihm nicht umsonst bereits der Ehrenteller des AGV überreicht worden war.

Als fähiger Organisator erweist sich auch Horst Löbig vom Angelsportverein, dem er seit 1975 angehört. Er prägte durch seine aktive Mitgliedschaft den Verein nachhaltig und war für Familienausflüge, Wanderungen sowie das Urlaubs- und Weihnachtsfischen verantwortlich. Vom Jugendwart stieg er zunächst zum zweiten Vorsitzenden auf, bis er neun Jahre lang erster Vorsitzender war und derzeit noch als Pressewart aktiv ist.

Die Tatkraft der vier Männer macht deutlich: Das Ehrenamt ist heute mehr denn je gefragt und bereichert nicht nur die anderen, sondern auch die Helfer selbst.

Quelle: op-online.de

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