Tüftler gibt Gewinn an Aueschule

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Der Münsterer Bausachverständige Karl-Heinz Rosenkranz (l.) übergab an Direktorin Sabine Behling-Schmidt einen symbolischen Spendenscheck über 500 Euro. Rechts im Bild: Rosenkranz‘ ehemaliger Klassenlehrer Gerhard Huther.

Münster (tm) - Die Schule auf der Aue freut sich über eine großzügige Geldspende: Der Münsterer Bausachverständige Karl-Heinz Rosenkranz (46) übergab Schulleiterin Sabine Behling-Schmidt einen symbolischen Scheck über 500 Euro.

„Wir freuen uns sehr über diese Zuwendung und können sie hervorragend für unseren mediendidaktischen Schwerpunkt nutzen. Ein großer Dank geht an den Spender Rosenkranz“, so die Direktorin.

Hintergrund der Gabe ist die „Ideen-Initiative Zukunft“ der Drogeriekette „dm“ und der deutschen UNESCO-Kommission. Als Partner suchen sie bereits seit 2008 nach bahnbrechenden Nachhaltigkeitsprojekten in Deutschland. Rosenkranz setzte sich nun mit einer Erfindung in der Region Dieburg/Odenwald durch: Er entwickelte eine Mehrfachglasscheibe im Format eines Photovoltaik-Moduls, das einem Haushalt neben Strom auch Warmwasser liefert.

„Mache anderen gerne eine Freude“

Zur Würdigung dieser besonderen Erfindung schlüpfte Rosenkranz am 29. Februar in die Rolle eines „dm“-Mitarbeiters, durfte für eine halbe Stunde an der Kasse sitzen – und hätte eigentlich die Einnahmen behalten dürfen. In Rosenkranz‘ Kasse kamen schließlich stolze 500 Euro zusammen. Der Münsterer dachte jedoch sofort daran, das Geld weiterzugeben: „Ich mache sehr gerne anderen Menschen eine Freude. Und so kam mir als erstes die Jugendförderung in den Sinn und somit die Schule auf der Aue“, erinnert er sich zurück.

Rosenkranz ist überzeugt: „Wenn wir die Jugend gut ausbilden, ist unsere Zukunft gesichert.“ Daher sei es für ihn naheliegend gewesen, seine ehemalige Schule finanziell zu unterstützen: Der Bausachverständige legte an der Schule auf der Aue 1984 seinen Realschulabschluss ab.

Wiedersehen mit ehemaligem Klassenlehrer

Ein weiterer Berührungspunkt: Rosenkranz‘ jüngste Tochter – insgesamt hat er drei Kinder – besucht derzeit die sechste Gymnasialklasse der Aueschule. Bei der Scheckübergabe kam es für Rosenkranz zudem zu einem Wiedersehen mit seinem ehemaligen Klassenlehrer Gerhard Huther.

Nach seiner Aue-Schulzeit absolvierte Karl-Heinz Rosenkranz eine Lehre zum Zimmermann. Ein Studium der Hochbautechnik folgte. Zudem ließ sich der umtriebige Handwerker zum Sicherheitsmeister fortbilden und machte zusätzlich seinen Meister als Maurer und Betonbauer.

Diverse Sachverständigenausbildungen für Gebäudeschadstoffe folgten. Als Gründer des Innovationszentrums Dieburg führte er Unternehmen in der Rhein-Main-Region zusammen, die auf innovative Technik setzen, darunter ein Ingenieurbüro für Gesundheit und Umwelt, Fachleute für Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen sowie Planungsbüros für Energieberatung.

Weitere Informationen zum Innovationszentrum erhält man auf der Internetseite.

Quelle: op-online.de

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