„Ich konnte es gar nicht glauben“

Vermisster Kater Rocky nach 409 Tagen wieder daheim

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Gabriele Dobner von den Tierfreunden Dieburg (links) half Sylke Dornburg aus Münster (rechts), ihren vermissten Kater Rocky wiederzufinden. Lore Kaufmann (Mitte) kümmerte sich in der Tierauffangstation Daktari kurzzeitig um den Streuner. - Foto: p Nach über einem Jahr vereint: Sylke Dornburg und Kater Rocky.

Münster/Dieburg - 409 Tage lang galt der Kater Rocky aus Münster als verschwunden. Die Tierfreunde Dieburg berichten nun: Kurz vor Heiligabend passierte das Unglaubliche.

Was war geschehen? Am 10. November 2015 ließ Sylke Dornburg ihre beiden Kater Rocky und Kuschel zum Spielen in den Garten. Zurück ins Haus kam am Abend aber nur einer von beiden – Rocky wurde nie wieder gesehen. Dornburg informierte die Tierfreunde Dieburg, die daraufhin mit mehr als 200 Flugblättern nach Rocky suchten. Doch ihre Mühe blieb ohne Erfolg. „Das ist ungewöhnlich“, sagt Gabriele Dobner, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Oft würden Katzen wieder gefunden, die versehentlich eingesperrt worden sind. „Das macht niemand extra. Es passiert einfach, weil sie so neugierig und leise sind“, erklärt sie. Dornburg war untröstlich, Kater Kuschel schrecklich einsam. „Mir hat es fast das Herz gebrochen,“ erzählt Dornburg.

Im Dezember 2016 hatte der Roßdörfer Landwirt Karlheinz Rück auf seinem Hof eine Katze mit schwarzem Fell entdeckt. Heruntergekommen und struppig war sie. Auf dem Bauernhof hat sie sich langsam erholt. Dann brachten die Tierfreunde sie zum Arzt, der feststellte: Es ist ein Kater, kastriert und gechipt. Bis die Identität des Streuners über das Register der Tierschutzorganisation Tasso ermittelt werden konnte, kam er für eine Nacht in die Tierauffangstation Daktari. „Er fraß so viel wie ein großer Hund und er wollte ganz viel gestreichelt werden,“ erzählt Lore Kaufmann, die ihn dort pflegte. Dobner klärte unterdessen die Formalitäten mit Tasso: „Als ich am Telefon hörte, dass er den Namen Rocky trägt, war mir klar, dass es der vermisste Kater von Sylke Dornburg sein muss,“ berichtet sie.

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Dornburg bekam die frohe Botschaft am Heiligen Abend. Die Freude war groß: Nach einem Jahr, einem Monat und vierzehn Tagen konnte Dornburg ihren schmerzlich vermissten Kater an Weihnachten wieder glücklich in die Arme schließen. „Ich konnte es erst gar nicht glauben. Ich war so aufgeregt, dass mein Mann und meine Tochter mich stützen mussten“ erzählt sie vom unverhofften Zusammentreffen. (rin)

Quelle: op-online.de

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