Der Süße war vor dem Sturm vergriffen

Kelterfest trotz Unwetter

+
Dunklen Wolken zum Trotz füllte sich das NABU-Gelände zum Kelterfest schnell.

Münster - Dunkle Wolken lagen über dem Kelterfest des Naturschutzbundes in Münster, doch irgendwie sollte es am Sonntag steigen. Und der Apfelsaft floss auch in Strömen.

Sehr zur Freude der Veranstalter, die sich im Vorfeld viel Mühe gegeben haben, das Ereignis nach dem Ausfall im vergangenen Jahr gut über die naturbelassene Bühne zu bringen. Und gut für die vielen Besucher, die nicht Willens waren, den NABU allein an der alten Kläranlage am Werlacher Weg im Regen stehen zu lassen. Die meisten von ihnen wollten sich zudem nicht den Frischgepressten entgehen lassen, den viele auch in mitgebrachten Kanistern wegschleppten. Thomas Lay, Öffentlichkeitssprecher und am Sonntag auch Kassierer, strahlte ob des Andrangs, mit dem noch am Morgen niemand der Kelterfest-Ausrichter gerechnet hätte. „Seit 8 Uhr sind wir am vorbereiten, nachdem unser Entschluss feststand, es den bösen Wettervorhersagen zum Trotz zu probieren“, sagte Lay. Im Vorjahr musste das traditionelle Keltern im Freien abgesagt werden, weil es im Frühjahr schon die Apfelblüte verhagelt hatte und keine Ernte in Ermangelung an Äpfeln stattfinden konnte.

Die Apfelpresse hatte gut zu tun.

Dieses Jahr nun gab es Äpfel satt. Aber die Ausbeute an Saft war beileibe nicht so groß, wie man hätte erwarten können. Der Regenmangel hatte hierin seine Auswirkungen. Doch reichte, was die 18 Mannen des NABU an zwei Tagen vor der Aktion von den beiden Streuobstwiesen auf zwei kleinen Anhängern herbeikarren konnten, für die Gäste.

„Gerade mal so", schmunzelte Lay kurz vor drei am Sonntag, als die letzten Äpfel gehäckselt wurden, um in die kleine Presse zu wandern. Die ersten Gäste waren bereits Punkt 11 Uhr zu Veranstaltungsbeginn gekommen, sich des Grundstöffchens für Süßen, Most, Rauscher oder Äppler zu sichern. Und freilich vor Ort schon mal vorzukosten, was denn da gepresst wurde.

Es ließ sich gut angehen. Unter den vielen Gästen weilten auch Bürgermeister Gerald Frank und SPD-Landtagskandidatin Catrin Geier. Sie wie viele weitere Gäste griffen auch bei Apfel-Waffeln oder Kaffee und Kuchen zu, galt es doch, vor dem großen Regen, der zum Festende einsetzte, der Geselligkeit zu frönen.

Das Keltern gehört zu einer der letzten Vereinsaktionen im Jahresablauf der Naturschützer. Arbeitseinsätze sind nun noch Oktober geplant, wenn es ans Schneiden einiger Heckengehölze im Naturschutzgebiet Auf dem Sand geht. Dort dürfen die NABU-Helfer auch nicht früher mit ihrem Werk beginnen, erst müssen alle Vogelnester leer und die meisten Zugvögel für den Winter abgewandert sein. (tm)

Zehn Dinge, die jeder Hesse kennen sollte

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare