Kenner der alten Verputztechniken

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Firmeninhaber Stefan Roßkopf (links) und Innungsobermeister Holger Steinbeck (rechts) gratulierten Werner Hofmann zu seinem Betriebsjubiläum bei der Maler Roßkopf GmbH.

Münster - Ein seltenes Betriebsjubiläum begeht im Malerbetrieb Roßkopf Werner Hofmann. Er arbeitet bereits seit 45 Jahren in dem Familienbetrieb . Von Martina Emmerich

Er wurde nicht nur vom Firmeninhaber Stefan Roßkopf und seinen Kollegen, sondern auch von Holger Steinbeck, Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung, für die außergewöhnliche Treue ausgezeichnet.

Da Werner Hofmann handwerklich begabt war, schlug ihm Lehrer Franz zum Schulabschluss vor, eine Lehre als Maler und Lackierer zu absolvieren. So kam es, dass der heute in Urberach Wohnende im Alter von 14 Jahren, am 1. August 1966, bei Malermeister Emil Roßkopf seine Ausbildung begann. Nach drei Jahren legte er in Dieburg seine Prüfung ab, für die er eine Tür lackieren sowie ein Stück Wand tapezieren und ein anderes verputzen musste.

„Dabei lag mir das Verputzen schon immer am meisten“, schmunzelt der Jubilar. Kein Wunder, dass er daher seinen Schwerpunkt, wenn möglich, auf Verputzarbeiten legte. Das war anfangs noch mit viel Handarbeit verbunden: „Der Kalk musste zunächst eingeweicht und dann gesiebt werden, um einen entsprechenden Kalkputz zu erhalten. Auch wurden früher nur Gips- und Zementputze mit der Maschine aufgebracht“, erzählt der 59-Jährige, der hauptsächlich während seines Berufsalltags Häuser für Privatkunden verputzt hat. „Aber die alten Techniken und Bauweisen wie Lehm- oder Kalkputz sind heute zunehmend wieder gefragt.“

Tolles Geschenk vom Chef

Im Laufe der Berufsjahre wandelten sich die Arbeitstechniken ein wenig, doch die Routine im Tagesablauf blieb: Werner Hofmann beginnt morgens um 7 Uhr seinen Arbeitstag und ist jeweils bis 16.30 Uhr in Münster und Umgebung mit seinen fünf Kollegen tätig. „Er ist ein fachkundiger und zuverlässiger Mitarbeiter, von dem die Auszubildenden etwas lernen können. Nicht nur seine Kollegen, sondern auch unsere Kunden wissen Werner Hofmann seiner Kompetenz wegen zu schätzen“, erklärt Stefan Roßkopf, der seit 1993 nun in vierter Generation das 1935 gegründete Familienunternehmen führt.

Werner Hofmann war an allen Projekten, die der Malerbetrieb Roßkopf übernahm, beteiligt. „Ich habe unter anderem den dekorativen Innenputz im Saunabereich des Hallenbades mitgestaltet“, verrät der Maler, der auf jeden Fall noch sein 50. Betriebsjubiläum feiern möchte.

Um sich fit zu halten, fährt er in seiner Freizeit Fahrrad und hilft am Wochenende seiner Frau Erika beim Austragen der Offenbach-Post.

Als Anerkennung für seine 45-jährige Betriebszugehörigkeit und Treue schenkte Firmeninhaber sowie Maler- und Lackierermeister Stefan Roßkopf Werner Hofmann und seiner Frau eine Reise an den Gardasee.

Eine Urkunde für das seltene Jubiläum sowie einen Präsentkorb erhielt er vom Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung, Holger Steinbeck.

Quelle: op-online.de

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