Gelungene Kerbkooperation

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Anneliese Kreher und Hubert Schadt sorgten mit ihrem Kerbspruch für gute Laune.

Münster (jas) - Auf dem Kirchweihfest der katholischen Gemeinde Sankt Michael gab es in diesem Jahr ein Novum: Die Kerb wurde nicht mehr von der Kolpingfamilie alleine, sondern mit Unterstützung des Kirchenchores Cäcilia ausgerichtet.

„Wir sind ja alle etwas älter geworden und da wird es zunehmend schwierig, die vielen Dienste vom morgendlichen Aufbau über den Verkauf von Speisen bis zum Abbau am späten Abend alleine zu stemmen. Deshalb sind wir froh, dass wir von nun an mit dem Kirchenchor kooperieren können“, informierte Kolpingsprecher Hans Dieter Schneider . Von Seiten des Chores sei große Begeisterung über die Verbindung zu spüren gewesen, so meinte der Vorsitzende Thomas Gold : „Es ist wirklich eine gelungene Zusammenarbeit, wir haben mehr Mitglieder und können dadurch viele Dienste übernehmen. Die Kolpingfamilie hat die langjährige Erfahrung und somit die Planung in die Hand genommen.“

Bei so viel Freude am Tun war klar: Es würde ein gelungenes Fest werden. Und so war es auch. Trotz des herbstlichen Wetters, das bei den Veranstaltern schon zu Sorgenfalten geführt hatte, kamen zahlreiche Besucher und schon um 12.30 Uhr waren alle Haxen ausverkauft. Für große und kleine Gäste gab es nach dem Festgottesdienst, in dessen Verlauf Dirigent Norbert Müller der ehrwürdigen Orgel dem Festtag entsprechende Drehorgeltöne entlockte, ein buntes Programm. Vom Bierkrugschießen - das vom Team der Kindergartenväter gewonnen wurde - über den beliebten Luftballonwettbewerb bis hin zu Hüpfburg und Filmvorführung - alles war dabei.

Abends lud ein kleines Kerbfeuer zum Dämmerschoppen und gemütlichen Festausklang ein. Doch bevor es soweit war, kam es zum Höhepunkt des Tages: Der Kerbspruch, bei dem Ulk, Tratsch und Wahrheiten aus Münster und der Pfarrgemeinde Sankt Michael verlesen wurden, musikalisch begleitet von Manfred Müller. Wie stets übernahm diese Aufgabe Anneliese Kreher, doch in diesem Jahr hatte sie sich dafür einen neuen Partner ausgewählt, der der aktuellen Kooperation entsprechend aus den Reihen des Kirchenchores kam. Hubert Schadt sorgte so nicht nur für flotte Sprüche, sondern auch für so manche Gesangseinlage. So wurde munter rezitiert: „Ein Messdiener, als neuen Lektor eingesetzt, hat schnell die Lippen frisch benetzt. Damit die Lesung gut gelingt und möglichst in die Herzen dringt, nimmt er am Ambo Positur und denkt: jetzt sprech’ ich Hochdeutsch nur.“ Klar, dass dies nicht funktionieren sollte. Sehr zur Freude der Zuhörer „in Münsterer Platt er sprach.“ So wurde aus „ein Lamm ohne Fehl und Tadel“ bei ihm „ein Lamm ohne Fell und Adel“. Weiter in der Rede: „Er war sooo bei der Sache und angespannt, dass er seine Fehler selbst nicht erkannt. Erst in der Sakristei wurde er belehrt, dass die zwei Wörter waren verkehrt.“

Die Rede kam beim Publikum bestens an und so kann davon ausgegangen werden, dass auch im nächsten Jahr wieder Kolping und Kirchenchor gemeinsam auf der Bühne stehen werden.

Quelle: op-online.de

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