Auftritt der neuen Kerbborsche

Kerb mit Schlüssel und Sirene

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Die Münsterer Kerbborsche halten die Tradition hoch und sorgen für viel Stimmung. Neun Kerbborsche aus dem Jahrgang 1995/96 wurden in die Kerbmission eingeführt.

Münster - „Ess is endlisch wärrer Minsderer Kerb!“, lädt Dieter Schneider, Chef des Kerbvereins, alle zum Mitfeiern ein. Der Mix aus guter Laune, modernen Ideen und Tradition spiegelte sich im Auftritt der neuen Kerbborsche, neun Buwe des Jahrgangs 1995/96. Von Ursula Friedrich 

Am Samstagabend wurden sie im Festzelt am Storchenschulhaus offiziell in die Kerbmission eingeführt. Wie es der Brauch verlangt, wurden die Insignien der Minsderer Kerb vom Vorgängerjahrgang an die Neuen übergeben. Ein Ritual, dass nicht nur mit viel Gesang untermauert wurde - auch die Hinnergassebuwe spielten auf - bei soviel Stimmung verschlug es sogar DJ Robby kurz die Sprache. Mit Schlüssel und Sirene gewappnet kann der neue Jahrgang nun die weiteren Festtage bestreiten. Pluto, Glühbirne, Holzwurm und Pizzabäcker - die „Ounome“ der munteren Truppe geben nur teilweise Aufschluss, über die Alltagsgesichter der Jungs. Drei sind noch Schüler, der Rest ist bereits im Berufsleben.

Für einen Jahrgang - die jungen Männer sind um die 18 Jahre alt - bedeutete die Feier der Kerb, dem ursprünglichen Kirchweihfest, auch ein Stück weit Abschied von Jugend und Unbeschwertheit, früher ging es für viele zur Bundeswehr. Mit viel Gesang, Kerbbobbe Joanna im Arm, feierten die Borsche ihr Heimatfest. Unterm Zylinder steckt Kerbvadder Tjark Schoeltzke, die Kappe des Watz hat sich Simon Kowalski übergestreift. In der traditionellen Kerbproklamation zog Dieter „Hop-Hop“ Schneider die Jungs noch ein bisschen durch den Kakao - im Minsderer Platt versteht sich.

Kerb und Umzug in Münster

Kerb und Umzug in Münster

Recht dick bekam traditionell der kleine Nachbar Eppertshausen sein Fett weg: „Iwwer de Gersprenzbrigge do isses gewehnlich sehr finster. Do iss die Schuhgröß größer wie de IQ und dessdewäije häwwe mer mit Ebbezause a nix zu tu“, frotzelte Schneider. Mit DJ Robby hatte der Kerbverein nach der Rockparty am Freitag einen weiteren Hochkaräter für Partymusik verpflichtet. Im Festzelt wurde noch ordentlich bis in die Puppen gefeiert.

Quelle: op-online.de

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