Münster, Altheim und Eppertshausen planen zumindest Kerbspruch

Kerb ohne Umzug und große Party

Trubel beim Kerbumzug, wie ihn dieses Foto aus unserem Archiv zeigt, wird es in Münster dieses Jahr nicht geben.
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Trubel beim Kerbumzug, wie ihn dieses Foto aus unserem Archiv zeigt, wird es in Münster dieses Jahr nicht geben.

Nachdem im vergangenen Jahr die Kerb sowohl in Münster und Altheim als auch in Eppertshausen abgesagt wurde, laufen in allen drei Orten derzeit die Planungen für 2021. Zwar müssen die Bürger erneut auf große Partys und Umzüge verzichten. Aber zumindest den Kerbspruch soll es jeweils in würdigem Rahmen zu hören geben.

Münster/Altheim/Eppertshausen – September und Oktober sind in Münster, Altheim und Eppertshausen Kerbzeit. Coronabedingt fällt das Fest in allen drei Orten auch in diesem Jahr noch einmal kleiner aus als gewohnt. Die Veranstalter verzichten beispielsweise auf den Kerbumzug. Zumindest ein bisschen feiern wollen aber alle.

Kerb in Münster

„Wir gehen es dieses Jahr lieber noch einmal eine Nummer vorsichtiger an“, sagt Stefan Schneider, Vorsitzender des Kerbvereins Münster. Dort findet die Kirchweih diesmal am dritten September-Wochenende statt, wobei sich das Ereignis hauptsächlich auf den Kerbsonntag (19. September) konzentrieren dürfte. „Einen Umzug und eine Straßenkerb samt Party im Zelt wird es in Münster dieses Jahr erneut nicht geben“, blickt Schneider voraus. „Das halten wir jetzt noch für zu risikoreich.“

Allerdings soll der Kerbspruch bei einer Vor-Ort-Veranstaltung auf dem Rathaus-Platz gehalten werden. „Zudem wollen wir die Kerb in die Gaststätten tragen, wozu wir in Kürze noch auf die Gastronomen zugehen werden“, sagt Schneider. „Jeder kann mitmachen und eigene Ideen einbringen.“ Dies gelte auch für die Kerbjahrgänge, von denen sich viele gruppenweise treffen dürften. Die von Corona gebeutelten Jahrgänge, die 2020 und 2021 dran waren beziehungsweise sind, sollen wegen der abgespeckten Sause die Gelegenheit bekommen, zusätzlich 2022 mit dem nächsten Jahrgang gemeinsame Sache machen und dann noch einmal gebührend im Mittelpunkt stehen und feiern zu können. Kerbvadder, der am Sonntag am Rathaus die Rede vor Live-Publikum halten soll, wird voraussichtlich wieder Edgar Kreher sein. Die Rede schreiben soll erneut Maximilian Hotz.

Kerb in Altheim

In Altheim wechseln sich mehrere Vereine mit der Durchführung der Kerb ab. Diesmal ist der Turn- und Sportverein an der Reihe. Vorstandsmitglied Olaf Herd sagt, der TSV werde sich „Ende August mit den anderen Beteiligten abstimmen und dann die Entscheidung treffen, was genau wir machen“. Für die Altheimer Kerb am zweiten Oktober-Wochenende laufe es darauf hinaus, „dass wir es wahrscheinlich ähnlich machen werden wie Münster“. Heißt: kein Umzug und keine größere Party, aber durchaus eine Veranstaltung mit Bewirtung, bei der der Kerbspruch vorgetragen wird.

Trubel beim Kerbumzug, wie ihn dieses Foto aus unserem Archiv zeigt, wird es in Altheim dieses Jahr nicht geben.

Der Kerbvadder oder die Kerbmudder ist in Altheim für dieses Jahr noch nicht gekürt. „Das kann jemand aus unserem Verein sein, aber auch jemand von außerhalb“, sagt Herd. Denkbar sei es zudem, die Kerbrede diesmal samstags zu platzieren. Normalerweise wird sie in Altheim sonntags nach dem Umzug vorgetragen.

Kerb in Eppertshausen

In Eppertshausen soll es dieses Jahr am ersten Oktober-Wochenende ebenfalls eine „Kerb light“ geben. Einen klassischen Kerbverein gibt es in Eppertshausen weiterhin nicht, aber ein Komitee. In dieses ist auch Bürgermeister Carsten Helfmann eingebunden, der berichtet, dass die Verwaltung bereits die Absage des Umzugs als auch der Kerbparty in der Bürgerhalle (beides stets samstags) beschlossen habe. Allerdings plane man einen Kerb-Gottesdienst, an dem Kerbvadder Jens Murmann (debütierte in dieser Rolle 2020) den Kerbspruch vortragen soll. Als Termin deutet sich dafür der Sonntag (3. Oktober) an, was aber noch nicht fix ist.

Trubel beim Kerbumzug, wie ihn dieses Foto aus unserem Archiv zeigt, wird es in Eppertshausen dieses Jahr nicht geben.

Das Kerbbaumstellen soll ebenfalls stattfinden, vielleicht am Samstag. Montags soll überdies ein bisschen Kneipen-Kerb zustande kommen. Hinsichtlich der Kerbburschen und -mädels ist die Sorge, Corona könnte für personelle Einschnitte sorgen, zumindest in Eppertshausen unbegründet: 2020 waren mit 24 jungen Leute mehr involviert denn je, „und auch diesmal wird der Jahrgang wieder aus einer ordentlichen Zahl an Personen bestehen“, ist Helfmann optimistisch. (Von Jens Dörr)

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