Münsterer Bruno Ries blickt auf sechs Jahrzehnte Ehrenamt zurück

Von Kicken bis Volleyball

Neben seiner Vereinsarbeit liebt er das Weltenbummeln.

Münster - Friedel SeibMünster Als im Jahr 1949 der Vorsitzende des SV Münster, Ludwig Herd, in der Jahreshauptversammlung die entscheidenden Worte „Schmerzenskind Jugendabteilung“ aussprach, ist Bruno Ries ganz Ohr. Der 19-Jährige fühlt sich angesprochen und die Erfolge für den Sportbegeisterten, der den Sport als Lehrfach hat, lassen nicht lange auf sich warten.

So verhalf er dem SV Münster beim Drei-mal- 1 000-Meter-Lauf auf Platz zwei der Hessenmeisterschaften. Bruno Ries, heute 79 Jahre alt, war Bester im 15 000-Meter-Lauf bei den Meisterschaften an der Uni Frankfurt.

Im SV Münster hat er als Leiter von C- bis A-Jugend viele Kreis- und Bezirksmeisterschaften im Fußball errungen. Später ist er Trainer der aktiven Fußballer geworden, die den Aufstieg in die zweithöchste Amateurliga schafften und damit die größte Zuschauerzahl in der Vereinsgeschichte verzeichneten.

Auch baute Ries die führende Leichtathletikabteilung mit Kollege Werner Daub beim TV Groß-Zimmern auf. Einige Jahre ist er sogar Jugendleiter des Sportkreises Dieburg gewesen. Und er ist Gründungsmitglied des VfL Münster. Dort ist er seit 1976 Pressewart und Volleyballobmann. Als Mitglied im Pfarrgemeinderat hat Bruno Ries interessante Vortragsreihen in Szene gesetzt.

Ehrungen reihen sich bei so viel Engagement wie eine Kette – darunter die Ehrenplakette der Gemeinde Münster, die Ehrenurkunde für besondere Verdienste des Landessportbunds Hessen und die Ehrennadel des Deutschen Sportlehrerverbandes. Manch Ehrenamtlicher

wäre schon mit einer dieser Auszeichnungen stolz. Bei Bruno Ries, der eher im Hintergrund arbeitet, sind damit aber noch nicht einmal alle Urkunden erwähnt.

Im April 1930 wurde er geboren. Trotz Krieg träumte er vom Studium, und schaffte es auf dem Dieburger Gymnasium, als einziger seines Jahrgangs, das Abitur zu machen. Ab 1961 arbeitet er am Leibnizgymnasium in Offenbach, später schaffte er es dort zum Oberstudienrat. Drei Kinder, und sechs Enkel hat der Münsterer Rentner. Mit seiner Ehefrau Rosi reist er gerne und viel: USA, Kolumbien, Argentinien, Israel, Italien und Korsika – um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Das große Amerika hat er allen Enkeln bis auf den Jüngsten persönlich gezeigt. „Auch Philipp wird mit seinem Großvater noch diese Reise antreten“, sagt der 79-Jährige und lacht. Vielleicht ja nächstes Jahr, zu seinem 80. Geburtstag.

Quelle: op-online.de

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