Kinder haben die Insel erobert

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Wohlfühloase für die Kleinsten: Ob klettern, kuscheln oder kneten – in der neuen Krippe in Münster haben seit August 34 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren viel Spaß miteinander.

Münster (kat) - Ob im Bewegungsraum, in den Schlaf- oder Gruppenräumen oder aber im Außengelände: Überall in der Münsterer Kinderinsel herrscht munteres Treiben, denn 34 Jungen und Mädchen im Alter zwischen einem und drei Jahren besuchen bereits regelmäßig die neue Einrichtung.

„Es ist wunderbar zu sehen, wie sich hier seit Anfang August alles mit Leben füllt. Die Kinder sind nach und nach bei uns angekommen, damit sich alle in Ruhe eingewöhnen können. Und im Januar geht es mit den Neuzugängen weiter, bis die 40 Plätze voll sind. Anmeldungen haben wir genug“, erläutert die Leiterin der Einrichtung, Justine Wowra. Gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Sunisa Dawong setzt sie in der vom Arbeiter-Samariter-Bund getragenen Kinderkrippe ihr Konzept um. „Wir legen auf drei Bereiche besonderen Wert“, erläutert Justine Wowra, „darunter auf die Psychomotorik, also auf das Lernen durch Bewegung. Diese Möglichkeit wurde in vielen Bereichen der Einrichtung umgesetzt, so gibt es eine wellenförmige Treppe, die verschiedene Sinneswahrnehmungen ermöglicht. Hinzu kommt der Situationsansatz, durch den wir Erzieherinnen darauf reagieren, was uns die Kinder signalisieren.“ Sunisa Dawong fügt hinzu: „Von Bedeutung ist aber auch unsere achtsame Haltung gegenüber den Kindern, die sich an der Pädagogik von Emmi Pikler orientiert.“ Die setzt auf die ungestörte Entwicklung des Nachwuchses.

„Konzept kommt an“

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Traum von der Insel

Wichtig ist nicht nur dem Träger, sondern insbesondere der Gemeinde aber eines: Dass diejenigen Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihre Kinder brauchen, auch eine Möglichkeit angeboten bekommen. Bürgermeister Walter Blank: „Wir haben in Münster einen großen Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren gesehen, deshalb war uns die Errichtung einer Kinderkrippe ein großes Anliegen. Da die Kinderinsel gut angenommen wird, können wir sehen, dass unser Konzept ankommt.“

Insbesondere die Eltern sind des Lobes voll und finden Münster als besonders familienfreundlich. „Wir sind nicht nur froh, dass wir für unseren Levin einen Platz in der Kinderinsel bekommen haben, in dem er mit Gleichaltrigen spielen kann, sondern finden die Angebote vor Ort insgesamt sehr gut. Wir haben noch zwei ältere Söhne und es gibt hier reichlich Spielplätze für jedes Alter, dazu kommen neben Kindergärten und Schulen noch das Freizeitgelände, das Hallenbad und die Bücherei, so dass wirklich alle Lebensbereiche mit Kindern gut abgedeckt sind“, lobt Tobias Beck, der seinen kleinen Sohn eigentlich gerade abholen will. Der Blondschopf hingegen will lieber noch ein bisschen im Sand buddeln. Die Kinderinsel hat eben viel für die Kleinen zu bieten.

Überall leuchtende Augen

Eines kommt aber bei den Jungen und Mädchen besonders gut an: Die vielen Fenster und Gucklöcher auf Augenhöhe der Steppkes. Ob ein Blick in den Außenbereich oder von der Hochebene aus: Überall begegnen den Eltern und Erzieherinnen leuchtende Augen, die gerade irgendwo hindurch spähen, linsen oder starren. „Die Arbeit mit den Kleinen macht einfach unglaublich viel Spaß, und jetzt hat sich auch schon ein Stück weit Normalität entwickelt, so dass ausreichend Zeit für Rituale und pädagogische Angebote bleibt“, schwärmt Leiterin Justine Wowra und steckt mit ihrer Begeisterung Kinder und Eltern gleichermaßen an.

Quelle: op-online.de

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