Kinder haben Priorität

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Bei so einem schönen neuen Kindergarten-Gruppenraum möchte man gar nicht mehr nach Hause gehen: Die Sanierung in der Kita St. Michael ist bereits weit vorangeschritten.

Münster - (tm) Erst kommen in Münster die Kinder an die Reihe, dann die Kultur. So haben es die Gemeindevertreter in ihrer Prioritätenliste für die Nutzung des Sonder-Investitionsprogrammes des Landes Hessen und des Kommunalen-Investitionsprogrammes im April beschlossen, so wird es auch umgesetzt; sehr zur Freude der beiden Kindergärten von St. Michael und Im Rüssel.

Für den katholischen Kindergarten wurden 135.000 Euro für energetische Maßnahmen beantragt, für einen Anbau Im Rüssel 60.000. Liegen für den Anbau mittlerweile die Pläne und der genehmigte Bauantrag vor, so können die Erzieherinnen des katholischen Kindergartens schon zahlreiche Erfolge bei den Sanierungen vermelden. Hier stehen die Arbeiten bald vor dem Abschluss.

Der katholische Kindergarten St. Michael besteht bereits seit dem Jahr 1899. Getragen von der katholischen Pfarrgemeinde wurde er damals von Ordensschwestern geleitet und die Kinder besuchten einst Räumlichkeiten neben der Kirche. Doch längst sind die Anforderungen an eine zeitgemäße Pädagogik gestiegen und der Platz reichte bald nicht mehr aus.

1973 entstand die Einrichtung in der Gerhart-Hauptmann-Straße 11, seit diesem Zeitpunkt besteht das Betreuer-Team auch aus Fachpersonal. 90 Kinder werden derzeit in vier Gruppen von einem Dutzend Erzieherinnen betreut. Leiterin Marietta Geist unterstützen zudem eine Praktikantin und eine junge Frau, die gerade ein freiwilliges soziales Jahr absolviert.

In zwei Gruppen mit je 20 Kindern sind auch welche mit Förderbedarf, die beiden anderen Gruppen sind je 25 Köpfe stark.

Bürgermeister freut sich über die Fortschritte

In der Sommerschließzeit begann man mit den dringend notwendigen Sanierungsarbeiten in der Gerhart-Hauptmann-Straße. Das Dach wurde erneuert, Fenster und Türen ausgetauscht und die Küche, die Bibliothek und die Personaltoilette erneuert.

Zwischenzeitlich zogen die Arbeiter auch - im laufenden Betrieb - Schallschutzdecken im Bau ein. „Das dämmt vielerlei Kindergeschrei ganz schön“, freuen sich die Erzieherinnen.

Und sie wie die Kinder haben noch viel mehr Anlass zur Freude: Die Grüne Gruppe hat bereits einen komplett überarbeiteten Gruppenraum mit neuem Fußboden, Teppichen an den Spielwänden sowie mit neuem Anstrich an den Holzaufbauten bezogen. Auch die Sanitärräume für die Kleinen sind erneuert und von Eltern bemalt worden.

Kaum hatte die Grüne Gruppe ihren neuen Raum in Beschlag genommen, zog die Gelbe Gruppe in den Turnraum, der jeweils als „Notquartier“ für die Zeit der Sanierung dienen muss, bis auch er letztlich eine Rund-umerneuerung erfährt.

Bürgermeister Walter Blank freut sich über die Fortschritte, findet es richtig, zuerst den Kindern Gutes zu tun. Doch müssen auch Gelder für kulturell wichtige Gebäude bereit gestellt werden. Sie folgen nach den Kitas.

Quelle: op-online.de

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