Ausbau auf 129 U3- und 520 Ü3-Plätze

Kita-Bedarfsplan verabschiedet

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Ein Konzert mit der Groß-Zimmerner und Dieburger Band Lehman 5 im Münsterer Juz. Derzeit wird das Jugendzentrum allerdings nicht mehr für seine ursprüngliche Bestimmung, sondern weiterhin zweckentfremdet als Kindergarten genutzt.

Münster - Die Betreuungssituation der Kinder stand im Mittelpunkt der Sitzung der Gemeindevertretung. Den nächsten Schritt hin zu einer Optimierung machte das Parlament dabei durch die Verabschiedung eines Kindertagesstätten-Bedarfsplans. Von Jens Dörr 

Der Kita-Bedarfsplan war unter Beteiligung aller in Münster und Altheim aktiven Träger von Kindertagesstätten, darunter auch die Gemeinde selbst, entwickelt worden. Die Ergebnisse der Erhebung wurden seit einem Jahr auch politisch diskutiert. Ob eine derartige, belastbare Planung schon viel länger hätte vorliegen müssen, unter dem früheren Bürgermeister Walter Blank nicht gut genug geplant oder auch seit dem Amtsantritt seines Nachfolgers Gerald Frank nicht schnell genug gehandelt worden sei, war am Montag zwar Inhalt einiger Scharmützel. Letztlich beschlossen aber nicht nur die Vertreter von SPD und ALMA, sondern auch jene der CDU die Planung. Sie sieht im Wesentlichen den – nun bedarfsgerechten – Ausbau der Betreuungsplätze in Münster binnen der nächsten drei Jahre auf 129 U3- und 520 Ü-Plätze vor.

Angelika Dahms (SPD), die den Ausschuss für Soziales, Kultur und Vereine leitet, der die Beschlussempfehlung ausgesprochen hatte, stellte in der Debatte noch einmal heraus, dass Münster im U3-Bereich mit 42,6 Prozent Abdeckung (empfohlen werden etwa vom Landkreis Darmstadt-Dieburg 40 Prozent) gut aufgestellt sei, es aber eine Lücke im Ü3-Bereich gebe. „Wir brauchen deshalb den Kita-Neubau – und bis er fertig ist, auch das Juz“, betonte Dahms. Auf eine Fertigstellung der Kita hofft sie „bis spätestens 2020, hoffentlich schon früher“. Dass das Juzderzeit zweckentfremdet werde, wie es die CDU anprangerte, sei nicht dramatisch: „Der offene Jugendtreff wurde nicht mehr angenommen.“ Die Aktivitäten der Jugendlichen hätten sich inzwischen ohnehin eher gen Feuerwehr und dortigem Skatepark verlagert.

Bilder: Fest in der Kulturhalle

Beschlossen wurde auch, wer die Trägerschaft für den vorübergehenden Betrieb der Kita im Juz übernehmen soll. Vergeben wurde sie einstimmig an die AWO family gGmbH – zunächst befristet auf zwei Jahre, ohne Kündigung mit einer Verlängerung um jeweils ein Jahr.

In den Ausschuss verwiesen wurde hingegen ein ALMA-Antrag zum Thema Beleuchtung des Parkwegs im Grünstreifen zwischen Münster und Dieburg. Er beginnt am Edaka-Kreisel, liegt teils auf Münsterer und teils auf Dieburger Gemarkung und ist derzeit unbeleuchtet. Die Pflege, etwa durch Mäharbeiten, nimmt bislang Dieburg vor, laut Bürgermeister Gerald Frank bringt sich Münster finanziell mit 6 000 bis 8 000 Euro jährlich ein. Auch eine Beleuchtung, so sie denn kommen und der damit verbundene Eingriff durch das Licht in die Natur als nicht zu schwerwiegend erachtet werden würde, müsse unter Dieburger Kostenbeteiligung vonstatten gehen, lautete der Tenor.

Quelle: op-online.de

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