Darmstadt-Dieburg

Kleine gewinnen, Desaster für SPD

Bei der Hessenwahl ist eine deutliche Mehrheit für das bürgerliche Lager zu erkennen. Ebenso sind die Ergebnisse ein Desaster für die SPD.

Darmstadt-Dieburg (ale) - Nachdem die CDU bei der Wahl im Januar vergangenen Jahres auch in Münster und Eppertshausen, seit längerer Zeit Hochburgen der Union, zwar auf hohem Niveau, aber dennoch verloren hatte, hat sich dieser Trend gestern Abend umgekehrt: Die Union legte zu, die Sozialdemokraten verloren deutlich an Boden.

Die in beiden Orten erfolgsverwöhnte CDU konnte ihr Ergebnis aus dem Jahr zuvor um einen Prozentpunkt auf 43,1 Prozent ausbauen; beeindruckend hingegen ist das Wachstum bei den Liberalen: Sie kommen mit einem Plus von sechs Prozentpunkten (2008: 8,1; jetzt 14,7 Prozent) aus dem Wahlabend; von 6,3 auf 12,6 Prozent glatt verdoppelt haben ihr Ergebnis die Grünen in Münster. Die Sozialdemokraten kommen gerade einmal auf 21,7 Prozent – im Jahr zuvor hatten sie noch 35,1 Prozent bekommen.

Mit 45,1 Prozent legt die CDU in Eppertshausen zwar ebenfalls nur um rund ein Prozent gegenüber der Wahl im Jahr zuvor zu – doch ist es diesmal die SPD, die mit einem Minus von 13 Prozentpunkten einen dramatischen Einbruch erlebt. Wie auch auf Landesebene legen die kleinen Parteien zu: Die Liberalen wachsen von knapp neun auf 14 Prozent; die Grünen sogar von 5,7 auf 12,3 Prozent.

Die Union hatte bei der Landtagswahl 2008 desaströse Stimmenverluste hinnehmen müssen: In Münster verlor sie fast 13 Prozentpunkte von 55,9 auf 42 Prozent – die SPD legte von 28,2 auf 37 Prozent zu. Auch in Eppertshausen ging es abwärts, dort sackte die Union von 55,8 auf 44,1 Prozent der Stimmen ab; die Sozialdemokraten kamen nach 26,1 Prozent im Jahr 2003 auf 33,8 Prozent.

Quelle: op-online.de

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