Lob der Kompetenz und warmen Herzlichkeit

Münster ‐ Wenn jemand 39 Jahre lang dieselbe Arbeit an derselben Institution gemacht hat, könnten Außenstehende denken, dass sich die betreffende Person enorm auf ihren Ruhestand freut, einfach um Abstand und Abwechslung zu haben. Von Jasmin Frank

„Bei mir ist das überhaupt nicht der Fall, ich bin immer gerne hier an die Schule auf der Aue gekommen und fühle mich der Einrichtung, dem Kollegium und den Schülern sehr verbunden. Ich hoffe auch, dass wir nach wie vor einen guten Kontakt haben werden“, meinte am Freitag Lehrerin Elfi Burk, die nach ihrem langjährigen Dienst von Schulleiterin Sabine Behling-Schmidt verabschiedet wurde.

Die hatte auch einiges über die engagierte Pädagogin zu berichten: „Frau Burk wird eine große Lücke hinterlassen, denn sie war eine Lehrerin, die sich mit voller Kraft in der Schule eingebracht hat. Sie hat in ihren Fächern Mathematik und Physik viele fruchtbare Ideen entwickelt, die in die Tat umgesetzt wurden. So legen dank ihr die Schüler eine hilfreiche Formelsammlung an, die sie in ihrer ganzen Schullaufbahn begleitet, und wir haben erfolgreiche Vorlaufkurse für Realschüler eingerichtet, die an die gymnasiale Oberstufe anknüpfen wollen.“ Zudem habe der Lehrerin die fachorientierte und pädagogische Unterstützung junger Kollegen besonders am Herzen gelegen. Burk habe die Referendare als Mentorin bis zu ihrem zweiten Staatsexamen begleitet.

Über mehrere Jahre war Elfi Burk an der Aue-Schule als Fachleiterin für Mathematik zuständig. Neben ihrer hohen fachlichen Kompetenz wurde vor allem die Herzlichkeit und Wärme der Lehrerin hervorgehoben. „Mir war es immer ein großes Anliegen, die Kinder über die Pubertät hinweg auf den richtigen Weg zu bringen. Ich habe Gesprächskreise angeregt, in der die Jugendlichen miteinander Probleme bereden und vor allen Dingen Konflikte lösen können. Überhaupt finde ich, dass man mit einer ruhigen Art konstruktive Gespräche führen kann und so mit Lehrern, Schülern und Eltern gut zurechtkommt“, so Burk, die über eine ausgeglichene Ausstrahlung verfügt.

Auch das Kollegium war des Lobes voll und vermisst die sympathische Kollegin schon jetzt. Zu guter Letzt wurde ihr von ihrem ehemaligen Referendar Michael Scherer und Lehrer Peter Lehmler noch ein Ständchen gesungen, was Burk besonders freute: „Musik ist mein Steckenpferd und ich werde mich jetzt wieder mehr dem Gesang und meinem Saxophon zu widmen.“ Zudem warten schon ihre beiden Enkel, mit denen die rührige Lehrerin nun auch mehr Zeit verbringen will.

Quelle: op-online.de

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