Kreative Entführung in die Welt der Oper

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Der Chor Michelangelo und das Mandolineorchester ergänzten sich aufs Beste.

Münster (jas) - Einmal Operndiva oder Filmstar sein, diesen Traum erfüllten sich am Samstagabend auf der Bühne der Münsterer Kulturhalle die Musiker des Mandolinenorchesters der Wandergesellschaft „Frisch Auf“ gleich zweifach: Sie schlüpften in beide Rollen.

Gemeinsam mit ihrem Partnerorchester, dem Mandolinenclub Wiebelsbach, zogen sie das Publikum in ihren Bann und entführten es mit ihrem vielseitigen Programm in die Welt der Oper und des Films.

Neben Mandolinen, Mandolas und Gitarren war auch viel Gesang zu hören, denn es waren Gäste geladen worden, die mit zu einem rundum gelungenen Abend beitrugen. „Unser Konzert gliedert sich in zwei Teile, der Klassik-Part wird von der Eppertshäuser Sängerin Katja Berker begleitet, danach geht es weiter mit Filmmusik, die vom Münsterer Chor Michelangelo untermalt wird“, erläuterte die Orchestervorsitzende Katja Roßkopf. Berker brachte Stücke aus Georges Bizets Carmen ebenso kunstvoll zur Geltung wie „Sagt holde Frauen“ aus Mozarts „Figaros Hochzeit“.

Die Zusammenarbeit mit einem Mandolinenorchester liegt der Eppertshäuser Sängerin nahe, dirigiert sie doch dort das Ensemble. „Ich fühle mich bei beiden Orchestern sehr wohl und möchte sie keinesfalls miteinander vergleichen, denn in Eppertshausen bin ich ja groß geworden und kenne jeden Musiker persönlich. Dennoch ist es ein schönes Gefühl für mich, hier in Münster singen zu dürfen und mit dem hiesigen Mandolinenorchester auf der Bühne zu stehen“, freute sich Berker.

Neben den musikalischen Höhepunkten kamen auch die langjährigen Mitglieder nicht zu kurz, die für viele Jahrzehnte Mitwirkung im Orchester geehrt wurden: Ausgezeichnet wurden Gerd Pfeuffer für zehn Jahre, Karin Freitag für 25 Jahre, Isabella Köhler und Claudia Prugovecki für 30 Jahre, Alberto Bonifer, Claudia Kreitschmann und Gabi Grimm für 35 Jahre sowie Günter Keil für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. „In dem vergangenen halben Jahrhundert ist einiges geschehen, und wir haben zahlreiche Konzertreisen innerhalb Deutschlands und in einige Nachbarländern unternommen. Unvergesslich ist für mich ein Austausch mit einer ungarischen Trachtengruppe, denn es war zur damaligen Zeit nicht selbstverständlich, dass Ungarn in den Westen reisen durften“, erzählte Günter Keil, der auch den Ehrenbrief vom Bund Deutscher Zupfmusik erhielt.

Im zweiten Teil waren bekannte Hits wie „I will follow him“ aus dem Film Sister Act oder „The Pink Panther“ aus dem gleichnamigen Streifen zu hören. Betont wurde die Aufteilung nicht nur von Moderator Thorsten Keil, der heiter durch den Abend führte, sondern auch von den Leckereien, die den Besuchern zwischendurch gereicht wurden: Konnten stellvertretend für den Opernteil Sekt und Lachshäppchen genossen werden, standen für das Kino Popcorn und Eiskonfekt bereit.

Dabei gelang vor allem der gemeinsame Auftritt mit dem Münsterer Chor Michelangelo vortrefflich und es wurde deutlich, wie gut sich Chorgesang und Mandolinenklänge vereinbaren lassen. Ein gelungener Abend also, der sicher den einen oder anderen auf das kleine Saiteninstrument aufmerksam gemacht hat, das beim Münsterer Mandolinenorchester nicht nur gespielt, sondern von Interessenten auch erlernt werden kann.

Quelle: op-online.de

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