Märchenhaftes

Zwischen Kerben Künsten frönen

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Tradition und Innovation: Münsterer Künstler, die seit Jahren mit dabei sind, freuen sich über die viele neuen überregionalen Aussteller bei Kunst zwischen der Kerb.

Münster (tm) - Künstler aus der ganzen Region stellen am Wochenende in der Kulturhalle aus. Zwischen den beiden großen Ortsteilfesten, der Kerb in Münster und der Kirchweih in Altheim, kommen die schönen Künste in Münster traditionell zu ihrem Recht.

Horst Nungesser lebt in Rheinböllen im Hunsrück und hat am Wochenende nur ein Ziel: die Präsentation Kunst zwischen der Kerb. „Ich bin durch meine Kollegin aus Pfungstadt auf diese vielseitige Ausstellung aufmerksam geworden und merkte, dass sie etwas Besonderes ist und dass ich gerne daran teilhaben möchte“, erklärt der ehemalige Kapitän, der seinen Ruhestand kreativ nutzt, voller Begeisterung.

Der Maler, der einen ganz neuen Stil entwickelte mit der er in der Kunstwelt für Furore sorgt, spendet ebenso wie die Künstlerinnen Oxana Helmke und Christiane Federspiel die Hälfte der Einnahmen aus dem Bilderverkauf an krebskranke Kinder. „Für die Vernissage haben wir uns Einmaliges einfallen lassen: Wir stellen über 20 kleine Aquarelle zur Verfügung, die gegen eine Spende für die erkrankten Kinder erstanden werden können“, informiert Helmke, die von Kindesbeinen an gerne und passioniert malt.

„Es ist wunderbar.“

Auch Bürgermeister Walter Blank ist von dem Engagement der Künstler begeistert: „Es ist wunderbar, dass das Spektrum der Ausstellung so breit gefächert ist. Zudem freue ich mich besonders über die vielen Künstler aus Münster, die seit Jahren mit von der Partie sind, und über die überregionalen Gäste, die wir erstmals begrüßen können. Das gibt der Ausstellung ganz neue Facetten.“

Ein Novum in Münster sind unter anderem die bunten und monumentalen Stelen von Trude Schumacher-Jansen, die eigens aus Zwingenberg anreist. „Das Einzigartige an diesen durchscheinenden runden Exponaten ist, dass sie von jeder Seite anders auf den Betrachter wirken“, erläutert die Künstlerin und verspricht: „Für die Münsterer Ausstellung habe ich etwas ganz Besonderes geplant: Ich werde ein Märchenschloss aufbauen.“

Das Motto „Märchenhaftes“ wird damit immer wieder auf der Ausstellung zu entdecken sein. Schon zur Vernissage müssen für die Teilnahme an der Tombola einige kniffelige Fragen rund um Märchen und die Kunst beantwortet werden. Wer fleißig rätselt, kann sich am Ende womöglich über eines der Kunstwerke freuen, die von den Kreativen als Preise zur Verfügung gestellt wurden.

Herstellung der Werke kennenlernen

Doch es wird noch mehr geboten: Bei der Ausstellungseröffnung laden einige Künstler auch dazu ein, die Herstellung ihrer Werke kennen zu lernen, darunter auch Christine Flory, die sich schon darauf freut, die Gäste mit dem Kunsthandwerk der Specksteinverarbeitung in Berührung zu bringen. „Wir haben uns große Mühe gegeben, ein möglichst vielseitiges Spektrum an Künstlern zu bieten, von Malerei und Fotografie, über Skulpturen aller Art bis hin zu Taschen, Teddybären und Porzellanmalerei sind über 40 Stände vertreten. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei“, verspricht Organisatorin Nicole Ewig. Sie hat es sich auch nicht nehmen lassen, besonders interessante Künstler aus der Region persönlich einzuladen, wie sich Maler Reinhold Geyer erinnert: „Es ist eine besondere Freude, wenn man ausgewählt wird, an einer solchen breit gefächerten Ausstellung teilzunehmen. Und mit meinen fast zwei Quadratmeter großen Bildern werde ich sicher einen weiteren Hingucker bieten.“

Los geht die Kunstschau mit der Vernissage durch Bürgermeister Walter Blank am Freitag, 28. September, um 19 Uhr, am sich anschließenden Wochenende sind die Kunstwerke jeweils von 11 bis 18 Uhr zu bewundern. Am Bücherstand der öffentlichen Bücherei Münster wird an beiden Nachmittagen für Kinder vorgelesen.

Quelle: op-online.de

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