Kreisschulsprecher Till Stöckmann

„Ich wachse an meinen Aufgaben“

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Till Stöckmann aus Altheim ist der neue Kreisschulsprecher.

Altheim - Der Kreisschülerrat vertritt die Interessen von rund 33.000 Schülern im Landkreis. An oberster Stelle steht Till Stöckmann, der neue Kreisschulsprecher. Der 21-Jährige wohnt in Altheim und geht in Dieburg zur Schule. Unserer Zeitung verrät er, was er als Schulsprecher geplant hat. Von Corinna Hiss

Noch sind zwar Weihnachtsferien, aber nach Freizeit sieht es für Till Stöckmann nicht aus. Als neuer Kreisschulsprecher hatte er gerade vor Ferienbeginn viele Termine und auch im neuen Jahr ist einiges los. Der 21-Jährige vertritt seit diesem Schuljahr die Interessen der rund 33.000 Schüler im Landkreis Darmstadt-Dieburg auf Kreisebene.

„Ich hatte gar nicht von Anfang an geplant, Kreisschulsprecher zu werden – aber jetzt, wo ich es bin, gefällt mir meine Aufgabe“, erzählt der Altheimer, der in der Landrat-Gruber-Schule die 12. Klasse besucht. Der 21-Jährige hat sich entschlossen, noch einmal die Schulbank zu drücken und sein Abitur nachzuholen, nachdem er mit Mittlerer Reife erst einmal eine Ausbildung bei Fraport abgeschlossen hat. Sein Ziel: „Auf jeden Fall studieren gehen nach dem Abi.“

Durch die Berufsausbildung ist Stöckmann gut drei Jahre älter als seine Mitschüler – und das brachte ihm wohl das Vertrauen der anderen ein. „In der 11. Klasse wurde ich zum Klassensprecher gewählt“, sagt er. Vorher habe ihn das schulische Engagement nie interessiert, aber als er neu an die Schule in Dieburg kam, war sein Interesse daran schnell geweckt.

Ein gemeinsamer Tag als Ziel

Durch sein Engagement und mit dem Vertrauen der Schüler im Rücken, schaffte es der Altheimer in den Vorstand der Schülervertretung und wurde damit als Delegierter für den Kreisschülerrat gewählt. Dieses höchste Gremium auf Kreisebene bildet eine Schnittstelle zwischen Schülern und Politikern und besteht aus dem Kreisschulsprecher, seinen zwei Stellvertretern und bis zu fünf Beisitzern. Gemeinsam treffen sie sich im Kreishaus in Darmstadt-Kranichstein, um Probleme im Schulalltag zu besprechen.

Ein großes Ziel soll diesen Sommer ein „gemeinsamer Tag“ sein, der von Schülern für Schüler gestaltet ist. „Das ist erst einmal ein Arbeitstitel, wie wir den Tag genau nennen, steht noch nicht fest“, erläutert Till Stöckmann. Fest steht allerdings schon, dass es eine Aktion sein soll, bei der die Schüler auch einmal zu Wort kommen können und es Podiumsdiskussionen und Workshops geben soll. Außerdem ist geplant, dass Lehrer Seminare anbieten, beispielsweise zum richtigen Präsentieren von Vorträgen. „Es wäre schön, wenn wir 100 Jugendliche zusammenkriegen, die am gemeinsamen Tag mitmachen“, blickt er optimistisch in die Zukunft. Noch ist die Planung dafür aber in der Anfangsphase. Als Ausklang soll aber auf jeden Fall ein gemütlicher Abschluss anstehen: „Grillen wäre super, oder gemeinsam einen Film gucken.“

Hoher Zeitaufwand

Neben der Organisation von kreisübergreifenden Veranstaltungen ist er hauptsächlich Ansprechpartner für die einzelnen Schülervertretungen. Außerdem darf er als einziger Schüler beim Schul-, Kultur- und Sportausschuss dabei sein und somit die Kreisschulpolitik aus erster Hand mitbekommen. „Die Politiker wollen mich dabei haben und hören mir auch zu“, freut sich der 21-Jährige.

Das Amt des Kreisschulsprechers nimmt viel Zeit in Anspruch – Stöckmann ist mindestens ein Mal pro Woche in Kranichstein – aber es füllt den engagierten Schüler aus. „Die Zusammenarbeit mit neuen Gesichtern gefällt mir besonders und ich werde von vielen motiviert, mich einzubringen“, so Stöckmann. Das Amt bietet aber auch einen persönlichen Vorteil: „Ich wachse an meinen Aufgaben – und für den Lebenslauf macht es sich auch gut.“

Im Moment nimmt die Zusammenarbeit mit Schuldezernent Christel Fleischmann seine volle Aufmerksamkeit in Anspruch, sodass für Freizeit nicht viele Stunden übrig bleiben.

Stöckmann ist zusätzlich noch stellvertretender Jugendfeuerwehrwart in Altheim und hat sein Abitur fest im Blick. „Nächstes Jahr konzentriere ich mich dann voll und ganz auf die Schule“, weiß er. Danach soll es nämlich klappen mit dem Elektrotechnik-Studium an der Universität.

Quelle: op-online.de

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