Krisensitzung fürs Doaschdefest

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Viele Feierfreudige haben ihren Spaß auf dem Doaschdefest, doch es fehlt an mitausrichtenden Vereinen.

Münster - Feiern – das machen alle gerne, doch damit gefeiert werden kann, zumal mit einer ganzen Ortschaft, da muss vorab einiges getan werden. So ist es auch beim Münsterer Doaschdefest, das alljährlich im Areal rund um das Rathaus begangenen wird. Von Jasmin Frank

Doch ist die Zukunft der Traditionsfeier nicht in trockenen Tüchern, sogar in der Gemeindevertretersitzung werden bereits Begehrlichkeiten laut, hierfür eingeplante Gelder anderer Verwendung zuzuführen. Nun wurden die Vereine des Festes wegen von der Gemeindeverwaltung an einen Tisch gebeten.

Einige Vereine sind von Anfang an mit von der Partie und bewerten ihr Engagement als vollen Erfolg. Auch Neuzugänge gibt es immer wieder auf dem großen Vereinsfest, so war im vergangenen Sommer das Haus der Kinder voller Elan mit einem Stand vertreten, um Geld für Neuanschaffungen zu erwirtschaften. Doch so groß die Begeisterung der Besucher und einzelner Teilnehmer ist, auf der Gemeinde sieht man die Veranstaltung mit gemischten Gefühlen, wie Organisatorin Nicole Uhrich betätigt: „Wir haben eine sehr aktive Vereinslandschaft in Münster und unterstützen unsere Vereine so gerne in ihrem Tun. Deshalb stellen wir auch 10 000 Euro pro Jahr aus dem Haushalt für das Doaschdefest bereit. Aber die Vereine müssen natürlich auch mitmachen, sonst hat das Ganze wenig Sinn.“

Gemeinde rechnet mit Kosten von etwa 15.000 Euro

Von 24 eingeplanten Ständen waren im vergangenen Jahr weniger als zehn von Vereinen besetzt, für das kommende Jahr gab es sogar noch weitere Absagen, so dass derzeit nur fünf teilnehmende Vereine feststehen. „Als Gemeinde kommen bei der Planung und Organisation des Festes ja noch viele weitere Kosten hinzu, wir beziffern den Aufwand an internen Kosten auf etwa 15.000 Euro. Diesen Beitrag wollen wir nur leisten, wenn die Vereine in ausreichender Form mitmachen. Deshalb haben wir ein Treffen einberufen, bei dem es um die Zukunft des Doaschdefests geht“, informiert Bürgermeister Walter Blank.

Am 11. Januar treffen sich die Vereinsvertreter mit den Zuständigen der Gemeinde, um darüber zu beraten, ob das Fest überhaupt noch stattfinden soll, ob ein anderer Rahmen oder ein Turnus mit größeren Abständen ins Auge gefasst werden soll, oder aber, ob das Event mit vereinten Kräften wie bisher weitergeführt wird. „Wir haben von Vereinsseite gehört, dass das Fest nicht genug Profit abwerfe, aber unserer Meinung nach geht es nicht immer nur um möglichst hohe Einnahmen. Auf einem Fest können sich die Vereine präsentieren. Die Gemeinde bleibt nur mit dabei, wenn die Hälfte der Stände auch von Vereinen abgedeckt wird“, erläutert Uhrich.

Wie es weitergeht, wird folglich am 11. Januar gemeinsam entschieden, eines steht jedoch schon jetzt fest: Spätestens im Jahr 2013 wird wieder groß gefeiert, denn dann steht mit der nächsten Gewerbemeile wieder ein Großereignis ins Haus, an dem die Vereine wieder regen Anteil haben werden.

Quelle: op-online.de

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