Erfolgreiche Projektwoche der Altheimer Regenbogenschule: Clownsnummern, Pferdelieder und „Häusle“-Bauen

Die Kuh im Kühlschrank

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Manege frei: Eines der größten Höhepunkte der Projektwoche war die Zirkusshow.

Münster-Altheim - Ihren Anspruch, stets mit ganz besonderen Ideen die Nase vorn zu haben, unterstrich die Altheimer Regenbogenschule jetzt erneut bei ihrer diesjährigen Projektwoche. Die Ergebnisse gab es vor wenigen Tagen bei der Abschlusspräsentation zu bestaunen. Von Michael Just

Die Gäste waren ausnahmslos beeindruckt, was die Grundschüler in nur drei Tagen auf die Beine gestellt hatten. „Diesmal waren die Grundschüler ziemlich viel unterwegs“, blickt Schulleiterin Helga Blitz zurück. Für das Projekt „Die Kuh im Kühlschrank“ fuhr eine Gruppe auf einen Bauernhof nach Darmstadt und stellte Käse her.

Eine andere machte sich zum Darmstädter Hundertwasser-Haus auf und beschäftigt sich mit dem exzentrischen Künstler, der an zahlreichen Architekturprojekten in Deutschland, Österreich aber auch in Kalifornien und Japan mitwirkte. Die Kinder stellten dabei selbst kleine Hundertwasser-Häuser in Anlehnung an den österreichischen „Tausendsassa“ her. Während eine Gruppe an der Schule von einer Mutter das Kochen beigebracht bekam, erforschte eine andere auf Schusters Rappen die heimische Tierwelt - unter anderem mit dem Suchen von Hasen- und Kaninchenhöhlen. „Die Kinder kamen von den langen Touren nachmittags immer ganz geschafft zurück“, erinnert sich Schulleiterin Blitz. Nicht anstrengend für die Beine, aber für Hände und Arme war das Projekt Marionetten. Dabei wurden die gebastelten Figuren mit einem Tanz zum Leben erweckt. Nicht minder kreativ agierte das Theater-Projekt mit einer modernen Fassung von Max und Moritz. „Pferd und Musik“ hieß ein anderes Projekt, das auf dem Reiterhof einer ehemaligen Lehrerin der Regenbogenschule umgesetzt wurde. Auf dem Pferderücken und mit dem Einstudieren zahlreicher Pferdelieder hatten vor allem die Mädchen ihren Spaß. „Manege frei“ hieß es beim Zirkusprojekt, das umfangreich von Lehrerin Vroni Moritz vorbereitet wurde. „Da war schon richtige Zirkusluft zu schnuppern“,sagt Moritz. Und für die selbst gebaute Manege und das bunte Zirkusdach gab es auch ein dickes Lob von der Schulleitung. Clowns-Nummern, Akrobaten-Kunststücke und Zauberereien studierten die Schüler in kurzer Zeit ein. Außerdem präsentierten sie den Zuschauern den „stärksten Mann der Welt“ und eine Tiershow mit zweibeinigen Raubkatzen.

Für Vroni Moritz stellt das Projekt eine besondere Erfahrung dar: „Das Schwierigste war, die vielen Ideen der Kinder so aufeinander abzustimmen, dass die Sache am Ende ein harmonisches Zusammenspiel ergibt.“ Die Koordination, dass jedes Kind weiß, was die anderen Schüler tun und wann der eigene Einsatz erfolgt, sei schon eine Herausforderung gewesen. Die Pädagogin betont, einiges aus der Projektwoche mitgenommen zu haben. So zum Beispiel, dass es schön ist, Kinder machen zu lassen. Aber: „Irgendwann kommt dann der Punkt, bei dem ein deutliches ‚Nein, das geht nicht‘ erfolgen muss. Nicht alles lässt sich im Leben und oder in einer Projektwoche in die Realität umsetzen.“

Quelle: op-online.de

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