Neue Haut fürs lecke Dach

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Schmuckes, aber leider leckes Aluminiumdach auf Münsters Kulturhalle. Jetzt wird es endlich dicht gemacht.

Münster - Was 1994 am Abtenauer Platz erbaut wurde und sich seit Jahrzehnten als nicht ganz dicht erwies, soll nun eine neue Haut erhalten, damit im Innern die Regentropfen-Auffangeimer endlich dahin wandern, wo sie auch hingehören: in die Abstellkammer. Von Thomas Meier

Für knapp 620.000 Euro soll das marode Dach der Kulturhalle saniert werden. Dazu muss allerdings die Gemeindevertretung in ihrer kommenden Sitzung noch ihr Plazet geben. 480.000 Euro sind allerdings für das Langzeitprojekt bereits im laufenden Haushalt verankert. Der Rest will noch bewilligt sein.

Und so hat der Bauausschuss dem Vorhaben bereits zugestimmt. Eigentlich sollte die Halle schon im vergangenen Jahr „dicht gemacht“ werden, denn ein jahrelanger Rechtsstreit, der die Kommune lange Zeit zu Tatenlosigkeit verdammte, wollte sie keine Regressansprüche verlieren, endete vor knapp zwei Jahren mit einem Vergleich. Dabei bekam Münster zwar bei weitem nicht ersetzt, was ihr durch diesen Pfusch am Bau alles an Schaden entstand, doch waren die Verwaltung und wohl auch die Politiker des juristischen Gezerres müde. Es musste auch dringend etwas geschehen, sollte Münsters schmucke gute Stube nicht zum Totalsanierungsfall werden.

Neues Dach mit Wärmedämmung und Solarelementen

Damit der Hausmeister nicht mehr mit Eimern und Töpfen unter die im Innern tropfenden Dachstellen in Foyer, großem Saal und Restaurant eilen muss, kündigt sich ein leichter Regenguss an, soll das bereits mehrfach ausgebesserte Aluminiumdach nun mit einer Haut aus Dachbahnen und einem Neuaufbau nebst Wärmedämmung mit Aufbringen von Photovoltaik-Elementen abgedichtet werden. Das Büro für Bauplanung und Baustatik Beetz aus Altheim ermittelte 480.000 Euro für die Baukosten zuzüglich Planungskosten von etwa 15 Prozent, gleich 72.000 Euro. Die Photovoltaikanlage auf einem Teilstück des Dachs schlägt mit 67.000 Euro zu Buche.

Die bestehende Dachhaut einschließlich ihrer Wärmedämmung inklusive Dichtungsbahnen soll der neuen Planung zufolge abgebrochen und fachgerecht entsorgt werden. Auf die bestehende Unterkonstruktion wird eine neue Wärmedämmung aus Hartschaumplatten einschließlich nötiger Dampfsperren eingebaut. Den oberen Abschluss des neuen Kulturhallendachs bildet eine neue Haut in Form einer Folie aus Dachbahnen.

Quelle: op-online.de

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