Kreative kreieren Kunst vor Kerb

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Jeden ersten Dienstag im Monat treffen sich Kunstschaffende aus Münster und der Umgebung in herzlicher Atmosphäre – Neuzugänge sind stets willkommen.

Münster - Die Ausstellung „Kunst zwischen der Kerb“ ist ein beliebter Publikumsmagnet nicht nur für heimische Kunstinteressierte geworden. „Im letzten Jahr waren sogar richtig viele Eppertshäuser da“, lacht Walter Janietz, der sich über den Erfolg der Kreativen freut.

Damit das auch im 13. Jahr der Ausstellung so bleibt, laufen schon jetzt die Vorbereitungen auf Hochtouren. „Wir treffen uns jeden ersten Dienstag im Monat, um zu organisieren, denn es muss an alles gedacht werden. Natürlich dient unser Künstlertreff darüber hinaus auch dem fachlichen Austausch und dem geselligen Beisammensein“, erzählt Lore Heckwolf, die mit viel Elan durch die Besprechungen führt. Mit von der Partie ist auch Bürgermeister Walter Blank, der sich freut, dass die Künstler so rege an ihrer Schau arbeiten. Er sagt: „Durch die Ausstellung kommt einfach eine andere Art von Kunst in unserer Kulturhalle. Normalerweise geht es ja um Aufführungen von Musik oder Theater, nun haben Bilder, Schmuck und Skulpturen die Oberhand.“

Der Künstlerstammtisch trifft sich an jedem ersten Dienstag im Monat um 20 Uhr im Café Kulturterrasse. Informationen zu Kunstausstellung gibt es bei Nicole Ewig unter n.ewig@muenster-hessen.de oder unter der Nummer 06071/3002413. Die Anmeldungen für die Ausstellung können im Internet unter dem Bereich Formulare abgerufen werden. 

Hauptthema des jüngsten Treffens war die Findung eines Jahresmottos. Nachdem es beim letzten Mal „märchenhaft“ zuging, stand nach kurzer Diskussion fest: Der Bezug zur Heimatgemeinde und zum breiten künstlerischen Spektrum sollte betont werden. Egon Baldermann schlug deshalb „Münster kreativ!“ vor, ein Motto, das sofort regen Anklang fand. „Auch wenn ich selbst nicht aus Münster komme, finde ich das Leitmotiv sehr passend, denn wir auswärtigen Künstler sind hier mit offenen Armen empfangen worden und fühlen uns wohl“, befand der Reinheimer Baldermann. Dem stimmte auch Christine Flory zu, die eigens aus Lorsch anreist, um an den regelmäßigen Treffen und der Ausstellung teilnehmen zu können. „Hier in Münster ist der Künstlertreff viel herzlicher und offener als anderswo. Schon beim ersten Mal, als ich hier war, wurde ich gleich gut aufgenommen und so macht das Planen und Organisieren richtig viel Spaß“, freut sich die Bildhauerin.

Neben dem Motto wurde deshalb von den etwa 15 Künstlern auch beschlossen, in diesem Jahr ein kleines Rahmenprogramm mit Musik und Tanz anzubieten, das von Kindern und Jugendlichen gestaltet werden soll. Damit sollen auch die jungen Münsterer für Kunst interessiert werden. Dazu gehört auch, Modernes ins Programm aufzunehmen. So wird Allround-Talent Ulrike Döbel eine Manga-Serie präsentieren. „Wir sind einfach offen für Veränderungen und haben festgestellt, dass damit viel Positives bewirkt werden kann“, erläutert Corinna Lang. Die Porzellanmalerin ist von der ersten Stunde an dabei und fügt hinzu: „Sowohl die Verkürzung der Ausstellung auf ein Wochenende als auch das Einladen von Bestückern aus der ganzen Region hat der Schau gut getan.“

Maßgeblich an der Ausstellung beteiligt ist Nicole Ewig, die von der Gemeindeverwaltung für den gelungenen Ablauf der Veranstaltung zuständig ist und einlädt: „Wir haben schon zahlreiche Anmeldungen erhalten, können aber noch Fläche anbieten. Sowohl für die Ausstellung als auch für den Künstlertreff gilt: Künstler sein heißt nicht, perfekt sein zu müssen. Wer kreativ ist und etwas Schönes anzubieten hat, kann dazu kommen.“

(tm)

Quelle: op-online.de

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