SV Münster bedankt sich bei seinen Mitgliedern und Gönnern

Kunstrasenplätze: Spendenziel deutlich übertroffen

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„Der demografische Wandel geht an Ihnen vorbei“, richtete Bürgermeister Gerald Frank sein Wort an die 130 anwesenden Mitglieder des SV Münster.  Seit 70 Jahren beim SV und in der ersten Mannschaft einst der Torwart: Alfons Beck (kleines Foto, unten).

Münster - 100.000 Euro hatte der SV Münster als Spendenziel ausgegeben, um die Kunstrasenplätze finanzieren zu können. Es sind einige tausend Euro mehr geworden. Beim Ehrungstag wurden auch langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Von Jens Dörr

Die für ihre Treue ausgezeichneten Mitglieder des SV Münster beim Ehrungstag in der Vereinshalle, eingerahmt von den Vorstandsmitgliedern Dieter Huther (links) und Peter Roßkopf(rechts) sowie Bürgermeister Gerald Frank (Zweiter von links).

Im Dezember vergangenen Jahres weihte der SV Münster sein Kunstrasen-Großfeld auf dem in Erbpacht von der Gemeinde übernommenen Sportgelände am Mäusberg ein. Seit Mai wird auch das daneben angelegte Kunstrasen-Kleinfeld bespielt. Nach einer anstrengenden wie erfolgreichen und vor allem wegweisenden Phase durfte es sich die Vereinsfamilie am Sonntag einfach mal nur gut gehen lassen: Mit Stolz blickte der SVM im Rahmen seines Ehrungstags auf das jüngst Geschaffene zurück. Seine langjährigen Mitglieder zeichnet der SVM stets im Rahmen seines „Sommergartens“ aus, der derzeit in Betrieb ist. Der Vereinsvorstand erweiterte seine lobenden Worte auf der zweieinhalbstündigen Veranstaltung mit anschließendem Mittagessen in der Vereinshalle – auf der Terrasse wurden parallel auch viele externe Gäste bewirtet – insbesondere auf jene Helfer, die sich stark für das Kunstrasen-Projekt eingesetzt hatten.

Der SVM-Vorstand hatte diesbezüglich insgesamt 1 878 Helferstunden ermittelt. Bemerkenswert war auch, dass ein ordentlicher Batzen der schlussendlich fast 700.000 verbauten Euro über Spenden zusammengebracht worden waren: Ursprünglich hatte der Verein unter dem Motto „Mäuse für den Mäusberg“ eine Marke von 100.000 Euro als Ziel ausgegeben. Daraus wurden bis zum Wochenende 115.741 tatsächlich gespendete Euro. „Wir lassen das noch bis Jahresende laufen, wollen noch die 120.000 erreichen“, kündigte Vorstandsmitglied Peter Roßkopf an. Der überwältigende Teil der Spenden kam von 149 Privatpersonen, die zusammen 76.536 Euro gaben. Auch 34 Unternehmen beteiligten sich mit Geldspenden, die im Schnitt etwa doppelt so hoch wie jene der Privatpersonen ausfielen.

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Gleich zu Beginn des Ehrungstags hatte der Verein die B-Junioren und die zweite Aktivenmannschaft des Vereins geehrt, die in der Vorsaison 2016/17 Meister ihrer Ligen geworden waren und damit verbundene Aufstiege gefeiert hatten. Ganz zum Ende des offiziellen Teils waren die langjährigen Mitglieder (siehe Infokasten) an der Reihe.

Dazwischen brachte Bürgermeister Gerald Frank noch einen anderen Aspekt als die klaren infrastrukturellen Verbesserungen am Mäusberg auf: „Der demografische Wandel geht an Ihnen vorbei“, richtete er sein Wort an die 130 Personen und meinte damit den gesamten Verein. Der hat mehr als 800 Mitglieder, unter denen die Quote an Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren 38 Prozent beträgt. Frank lobte entsprechend besonders die Nachwuchsarbeit des SVM und nannte sie als einen Grund dafür, weshalb sich die Gemeinde selbst nur bedingt dazu veranlasst sehe, das Angebot der eigenen Jugendförderung zumindest in bestimmten Bereichen auszubauen. Hier wolle man den Vereinen, aber auch dem Nachmittagsangebot etwa der Schule auf der Aue keine Konkurrenz bei ihren Offerten machen.

Neben Sozialdemokrat Frank waren am Ehrungstag auch die Gemeindevorstand-Mitglieder Elisabeth Happel und Ernst Soer sowie als Vertretung für den Landrat die Altheimerin Angelika Dahms (alle SPD) zugegen.

Quelle: op-online.de

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