Landesehrenbrief für Einsatz im VfL Münster

„Meine Standbeine lasten mich aus“

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Gerhard „Gerd“ Kenke (3. von links, daneben seine Frau Heide) erhielt von Landrat Klaus Peter Schellhaas (2. von rechts) den Landesehrenbrief. Ebenfalls auf dem Foto: Triathlon-Abteilungsleiter Tim Kreher (links), Vorsitzender Stefan Scharf (2. von links) und Bürgermeister Gerald Frank (rechts).

Münster - Mit dem Landesehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet wurde jetzt Gerhard Kenke. Dem langjährigen Vorsitzenden des VfL und vor allem um den Triathlon verdienten Sportler galt eine umfassende Laudatio.

Die Verleihung des Landesehrenbriefs als höchster Auszeichnung für gesellschaftliches Engagement in Hessen kommt für den Ausgezeichneten manchmal völlig überraschend. Auf der Weihnachtsfeier der Triathlon-Abteilung des VfL Münster war dies etwas anders: Gerhard Kenke, für seine Vertrauten freilich meist der „Gerd“, war darüber informiert, welche Ehre ihm zuteil werden sollte. Von der Freude des langjährigen VfL-Vorsitzenden und „Mister Moret-Triathlon“ nahm dies allerdings wenig.

Als Laudator im Beisein der rund 80 Aktiven und Angehörigen der Triathlonabteilung würdigte Landrat Klaus Peter Schellhaas den immensen und kontinuierlichen Einsatz des aus Obernburg stammenden, aber schon seit Jahrzehnten in Münster lebenden Kenke. Der war bis zu seiner Pensionierung Oberstudienrat am Beruflichen Gymnasium der Kaufmännischen Schulen der Stadt Hanau. Dort brachte er sich im Lehrersport ein und engagiert sich bis heute bei den Freunden der Mineralogie und Geologie in der Bezirksgruppe Reinheim-Odenwald.

Den mit Abstand größten Teil seiner Freizeit dürfte Kenke aber in seine ehrenamtliche Arbeit für den VfL Münster investiert haben. Schon vor seinem Amtsantritt als Vorsitzender im März 2000 gründete Kenke 1992 die Triathlon-Abteilung mit, leitete sie fortan acht Jahre lang.

20 Jahre war er beim VfL der Triathlon-Coach und leitete von 1985 (Premiere) bis 2011 die Organisation des fast schon legendär gewordenen Moret-Triathlons. Seit 1983 leitete er darüber hinaus die „Montagsgruppe“ des VfL innerhalb der Gesundheits- und Breitensport-Abteilung. Auch als Übungsleiter der Leichtathleten und Sportabzeichen-Teilnehmer brachte sich Kenke in den Verein ein.

Anfang 2016 löste ihn Stefan Scharf als Vorsitzender des Gesamtvereins ab. Im Herbst des vergangenen Jahres ernannte der VfL Münster Kenke zu seinem Ehrenvorsitzenden. Auch außerhalb des VfL trat Kenke als Jugendleiter des Hessischen Triathlon-Verbands und als Mitglied des Organisationsteams der Gemeinde Münster im Rahmen der 750-Jahr-Feier als aktives Mitglied der Gesellschaft in Erscheinung. Seine Aussage zur Ehrung mit den Worten „Meine Standbeine haben mich ausgelastet und zufriedengestellt“ zielte indes neben dem VfL vor allem auf sein Interesse für die Mineralogie und Geologie ab.

Verdientermaßen hatte Kenke vor seiner eigenen Danksagung und einem Kuss für seine Frau Heide höchste verbale Anerkennung durch Schellhaas, Scharf und Bürgermeister Gerald Frank erhalten. Schellhaas nannte etwa den Moret-Triathlon einen „Traditionstriathlon, der über die Grenzen zeigt, wie schön dieser Landkreis ist“. Zudem nannte er Kenke einen „großen Motivator“. Scharf zollte „Lob für jemanden, der die Geschicke des VfL jahrelang geleitet hat“ und dessen Moret-Triathlon maßgeblich zu einer finanziell guten Situation des Vereins beitrage. Frank konstatierte: „Es ist toll, so einen charakterstarken, sozialen Menschen in der Gemeinde zu haben.“ (jd)

Quelle: op-online.de

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