„Etwas längere Laudatio“ für Heinz Müller

Auszeichnung für politisch und sozial Engagierte

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Freundlich lächelnd bat in der Landrat, „nochmal Platz zu nehmen, denn was ich jetzt zu sagen habe, dauert etwas länger“.

Münster - In den Räumen des Heimat- und Geschichtsvereins wurde Gründungsmitglied Heinz Müller mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet. In seiner Geburtsurkunde steht zwar „Heinrich Müller“, aber in Münster ist der gebürtige Eppertshäuser nur unter dem Namen Heinz Müller bekannt.  

Die Verleihung des Ehrenbriefes wurde initiiert vom Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes, Thomas Heinz. Der Geehrte ist trotz seiner mehr als 80 Lebensjahre immer noch im Ehrenamt tätig, wenn auch nicht mehr in so vielen Vereinen oder Institutionen. Die Bürgerstiftung Münster profitiert von seiner Mitarbeit im Vorstand.

Nach wie vor ist Müller als Rechner im Heimat- und Geschichtsverein, dessen Gründungsmitglied er ist, tätig. Deshalb bot es sich an, in diesen Räumen auch die Feierstunde zur Verleihung der Urkunde abzuhalten. Landrat Klaus Peter Schellhaas nahm die Ehrung im Beisein von Bürgermeister Gerald Frank, dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Klaus Rainer Bulang, Parteifreunden, Weggenossen, Familienmitgliedern und Pfarrer Bernhard Schüpke vor.

Als Schellhaas zu seiner Laudatio anhob, stellte sich Müller neben ihn, wie man das so tut. Freundlich lächelnd bat in der Landrat, „noch einmal Platz zu nehmen, denn was ich jetzt zu sagen habe, dauert etwas länger“. In der Tat, er würdigte Müllers Wirken ausführlich, da sich sein ehrenamtliches Engagement nicht „in der pünktlichen Überweisung des Mitgliedsbeitrages erschöpfte“.

Seit 1968 Mitglied der Gemeindevertretung, der er bis 1993 angehörte, brachte er sich von 1977 bis 1985 in den Haupt- und Finanzausschuss ein und war von 1972 bis 1977 in der Verkehrskommission tätig. Von 1998 bis 2014 wirkte er im Seniorenbeirat der Gemeinde. Schellhaas setzte die Aufzählung fort, denn „Heinz Müller war nicht nur politisch aktiv, er widmete sich auch gesellschaftlichen Aufgaben“. Müller war Mitglied im Kirchenchor, in der DJK Blau-Weiß und ist Ehrenmitglied im MGV Münster. Wenn nicht bereits Gründungsmitglied, so half er tatkräftig beim Aufwachsen der Vereine und deren Entwicklung mit. Der Landrat schloss in Anspielung auf nachbarschaftliche Neckereien mit den Worten, „Heinz Müller ist der Beweis dafür, dass selbst Eppertshäuser in Münster etwas werden können“.

Gattin Helma, mit der Müller seit 1958 verheiratet ist und die ihm stets zur Seite gestanden hat, erhielt einen Blumenstrauß. Für die Gemeinde sprach Bürgermeister Frank Dank für die Mitgestaltung des Gemeindelebens, Thomas Heinz schloss sich an. Die Begrüßung der Gäste wurde vom stellvertretenden Vorsitzenden des CDU Gemeindeverbandes, Peter Waldmann, vorgenommen, der moderierend durch die Feierstunde leitete. Neben musikalischen Einlagen, die von Familienmitgliedern unter der Leitung von Norbert Müller dargebracht wurden, ließen es sich Pfarrer Bernhard Schüpke und Kai Herd nicht nehmen, als Vertreter der Kirchengemeinde St. Michael und des Heimat- und Geschichtsvereins Dankesworte zu überbringen. (pp)

Bilder: Kerb in Münster

Quelle: op-online.de

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