Langwierige Sanierung

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Die Dämmarbeiten an den Außenwänden der Gersprenzhalle gehen flott voran, doch unterm Dach und am großen Saal sind noch viele Mängel zu beheben.

Münster ‐ Die Bauarbeiter werkeln zügig an der energetischen Aufrüstung der Gersprenzhalle. Ein Ballen Dämmmaterial nach dem nächsten wird hinter Paneelen am Mauerwerk verankert. Dennoch kommt die Sanierung nicht so recht voran am Vierteljahrhundert alten Bau. Von Thomas Meier

Dass die Sanierung der Gersprenzhalle, die dem Kreis und der Kommune Münster gehört, um rund 40 Prozent teuerer als nach erster Kalkulation geplant und nun 2,6 anstatt 1,8 Millionen Euro verschlingen wird, war bereits vor den Sommerferien bekannt. Doch gingen die Verantwortlichen im Kreis davon aus, dass die Sanierung, die im Februar begann, Ende des Jahres abgeschlossen sein würde. Dem ist nach neuesten Erkenntnissen der Hochbaufachleute im Kreisamt jedoch nicht mehr so. Das Geld ist in diesem Jahr nicht mehr zu stemmen, ein zweiter Bauabschnitt, bei dem sich hauptsächlich dem großen Saal gewidmet werden soll, ist für kommenden Sommer terminiert.

Dach muss komplett neu ausgebaut werden

Wie Erster Kreisbeigeordnete Christel Fleischmann erklärt, sei man davon ausgegangen, für nötige Brandschutzmaßnahmen 1,2 Millionen Euro ausgeben zu müssen, den Rest habe man für energetische Sanierung eingeplant. Doch nachdem Fachleute das Hallendach geöffnet hätten, habe man sehen müssen, „dass da brandschutztechnisch nichts zu reparieren ist“, so Fleischmann. Das Dach muss komplett neu ausgebaut werden, was das Gesamtprojekt entsprechend verteuert.

Dies betrifft zwar auch die Gemeinde Münster, die zunächst mit 600.000 Euro veranschlagt worden ist. Doch den Löwenanteil der Kosten zahlt der Kreis. Zwischen ihm und der Gemeinde ist vereinbart, dass der Landkreis als Schulträger der benachbarten Schule auf der Aue zwei Drittel der Sanierungskosten übernimmt, die Gemeinde ein Drittel. Die Gemeinde war also bisher mit 600.000 Euro dabei. In diesem Anteil steckten auch 400.000 Euro aus dem Konjunktur-Programm. Nun muss die Gemeinde tiefer in die eigene Kasse greifen und etwa 870.000 Euro zahlen. Die Zusatzkosten wurden bereits vor den Sommerferien im Gemeindehaushalt verankert.

Quelle: op-online.de

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