Lavalampe explodiert

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Nach nur 45 Minuten hatten Münsters Wehrleute den Brand unter Kontrolle, doch ist der Schaden immens und drei Bewohner mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein Kind kam bei Nachbarn unter.

Münster - Schon wieder schrillen die Alarmglocken über Münster, gibt es Verletzte und Schwerverletzte zu beklagen: Gestern um Mitternacht brannte der Dachstuhl eines Wohnhauses in der Rosenstraße. Von Thomas Meier

Eine sogenannte Lavalampe war explodiert und hatte die Küche im Obergeschoss des Zweifamilienhauses in Brand gesetzt. Erste Löschversuche der Bewohner scheiterten und der Brand griff rasch auf das gesamte Haus über. Es kam schnell zu einem Vollbrand. Das Feuer wurde durch einen Einsatzzug der Feuerwehr Münster gelöscht und war gegen 1 Uhr aus. Entgegen ersten Meldungen wurden drei Bewohner verletzt - zwei davon schwer. Sie kamen mit Rauchgasvergiftungen in umliegende Krankenhäuser. Ein Kind wurde in die Obhut von Nachbarn gegeben. Das Haus ist unbewohnbar. Der Sachschaden wird auf rund 450.000 Euro geschätzt.

Der Leitstelle in Dieburg wurde das Feuer kurz vor Mitternacht mitgeteilt. In der ersten Meldung war von zwei Personen die Rede, die sich noch im Gebäude befinden. Vor Ort eingetroffen, schlugen den ersten Feuerwehrleuten bereits Flammen aus dem Dachgeschoss entgegen. Unverzüglich nahmen sie den Kampf gegen die Feuersbrunst auf. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass alle Bewohner das Gebäude von selbst verlassen konnten.

Von außen scheint der Schaden aufs Dach begrenzt, doch ist das Haus in Münsters Rosenstraße laut Polizeibericht unbewohnbar, die Schadenshöhe wird mit 450.000 Euro angegeben. Foto: Th. Meier

Sehr schnell führten die Löschmaßnahmen zum ersten Erfolg, nach 45 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Mit einem Hochleistungslüfter wurde der Brandrauch aus dem Gebäude gedrückt und mit einer Wärmebildkamera machten sich die Einsatzkräfte auf die Suche nach versteckten Glutnestern. Es war erforderlich, das Dach abzudecken, um die Flammen im Giebelbereich abzulöschen. Eingesetzt waren die Feuerwehr Münster mit neun Fahrzeugen und 42 Brandbekämpfern, die Feuerwehr Dieburg mit technischer Gerätschaft für den Atemschutz und sechs Kräften, vier Rettungswagen, ein Notarzt, der organisatorische Leiter Rettungsdienst und eine Streife der Polizei in Dieburg. Bürgermeister Walter Blank und Kreisbrandinspektor Ralph Stühling wurden von Einsatzleiter Florian Kisling, dem Gemeindebrandinspektor Münster, über die Lage informiert.

Quelle: op-online.de

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