Projektchor „Men around the world“

Leichtes Lampenfieber vor „2.0“

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Gerd Zellmann und seine singenden Männer: Der Dirigent feilt mit seinem Chor an den Feinheiten für das Konzert am 22. März – bei der „Arbeit“ kommt der Spaß nicht zu kurz.

Münster - 76 Männer, drei Generationen, eine Idee: „Men around the world 2.0“, der Name des Konzertes am Samstag, 22. März, ist Programm. Von Ursula Friedrich 

Der Projektchor des Männergesangvereins Münster (MGV) wird in der zweiten Auflage von Men around the World sein Publikum mit auf eine musikalische Reise rund um den Globus nehmen. 2013 eroberte der Männerchor – der sich eigens für diesen Auftritt als Projektchor unter den Fittichen des MGV Münster gründete – erstmals die Bühnenbretter. Nun eint MGV-Dirigent Gerd Zellmann den bunten Haufen engagierter Männer zu einem stimmigen Ensemble. Die Schule ist hart: Viele Stunden wurden zur großen Gemeinschaftsprobe in der Kulturhalle an feinen Nuancen gefeilt.

Die Männer haben sich die Messlatte wieder sehr hoch gelegt: Ein Repertoire aus Rock und Pop, Evergreens, Chorgesang und Soli sollen geboten werden. „Wir proben bereits seit vergangenem Sommer“, erklärte MGV-Pressesprecher Alex Pistauer. Für ein klangvolles Ergebnis mussten die Sänger sogar durch die klassische Schule gehen, Stimmbildungslektionen absolvieren und klassischen Chorgesang üben.

Der Riesenerfolg des Vorjahres ist noch in vieler Gedächtnis – so sind die Tickets für das Konzert bereits kurz nach der Ankündigung ausverkauft gewesen.

Früchte für intensive Arbeit ernten

Im Chor macht sich allmählich leichtes Lampenfieber breit – die Sänger, die nun mit Solisten und vierköpfiger Band probten – sind auf der Zielgraden zum großen Ereignis. Ein Erfolgsgeheimnis des Projektchores liegt darin, dass seine Mitglieder ohne langfristig Vereinsbindung eingehen zu müssen in der Gemeinschaft singen können. „Es ist nicht so, dass die Leute nicht gerne singen“, brachte es Pistauer auf den Punkt, doch bei Familie, Beruf und anderen Herausforderungen muss das Hobby eben häufig hintenanstehen.

Viele vereinsungebundene Männer ab 19 Jahren hat indes das Projekt angelockt, der Älteste im Bund ist MGV-Urgestein Hans Heckwolf (88). Teilnehmer vom Rodgau bis Groß-Umstadt sind wieder dabei. Von der Welle des gemeinsamen Singens mitgerissen, entschlossen sich im Vorjahr 25 Sänger, für eine „feste“ Bindung. Sie sind dem MGV beigetreten. „Ein Riesenerfolg“, freut sich Pistauer noch heute darüber.

Am Samstag, 22. März, wollen die Sänger die Früchte des vielen intensiven Probens ernten. Dennoch ist die Maxime: Der Weg ist das Ziel. Viele gemeinsame Stunden des Lernens, Singens und Musizierens haben aus den unterschiedlichsten Menschen eine tolle Truppe zusammengeschweißt. Und jedem Mitsänger jede Menge Spaß gebracht.

Quelle: op-online.de

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