Lernen im lichten Bunt

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Im grünen Klassenzimmer fühlen sich Schüler und Lehrer wohl - vor allen Dingen vor der neugestalteten Fassade.

Münster - Bunt, hell und freundlich erstrahlt die Münsterer John-F. -Kennedy-Schule seit ihrer gerade vonstatten gegangenen Sanierung: Hellblaue und hellgelbe Fassaden werden durch kräftige Kontrastfarben an Fenstern und Geländern aufgelockert. Von Jasmin Frank

„Wir waren sehr zufrieden mit den Vorschlägen unseres Architekten, der aber zunächst noch mehr verschiedene Wandfarben ins Spiel bringen wollte. Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Leiter der Sanierungsarbeiten, Wolf-Dieter Hill, haben wir uns dann auf dieses Konzept geeinigt, das schließlich allen gut gefallen hat – schön bunt, aber nicht zu unruhig“, berichtet Schulleiterin Nicole Sabais.

Doch nicht nur optisch hat sich etwas getan, der Hauptgrund der Sanierung war der hohe Energieverlust der Schule. „Gerade in unserem Flachbau war es immer kalt im Winter, auch wenn die Heizung lief. Das konnte auf Dauer nicht so bleiben“, informiert die Rektorin. So nahm der Landkreis etwa eine Million Euro in die Hand, um eine Komplettsanierung der Gebäude durchzuführen: Wände und Dächer erhielten eine Wärmedämmung und fast alle Fenster wurden ausgetauscht. Auch neue Jalousien wurden angebracht, damit die Sonne den Kindern in den Klassenräumen nicht zu sehr einheizt, und das haben die Jungen und Mädchen auch schon bemerkt. „Es ist jetzt nicht mehr so heiß wie früher“, meint Emre und sein Freund Mika weiß: „Es ist angenehmer in der Schule. Draußen und drinnen sind die Farben viel schöner als früher.“

Einheitliches, sandfarbenes Konzept

Die Innengestaltung der Räume wurde ebenfalls optimiert. War früher alles kunterbunt und disharmonisch, gibt es nun ein einheitliches, sandfarbenes Konzept an Wänden und Decken. Auch technisch brachte man einiges auf den neuesten Stand. Die Klassenräume wurden vernetzt und mit Laptops ausgestattet, damit das Internet für den Unterricht genutzt werden kann.

Zu guter Letzt kam auch die Sporthalle ins Visier der Sanierer: Nasse Füße bekommen die Kinder nun nicht mehr, denn das Dach wurde abgedichtet, damit kein Wasser mehr eindringen kann. „Was uns sehr freut, ist, dass die architektonischen Besonderheiten des Schulkomplexes erhalten geblieben sind, denn wir haben hier typische Natursteinmauern und Verklinkerungen aus den 50er und 60er Jahren. Die sind eine wichtige Komponente für das Gesamtbild unserer Schule“, befindet Sabais.

Baumaßnahmen noch nicht zu Ende

Doch trotz der Zufriedenheit mit der Sanierung sind die Baumaßnahmen an der John-F.-Kennedy-Schule noch nicht zu Ende: Ab 2013 kommen die Bauarbeiter wieder ins Haus, denn dann entsteht der Neubau für die Cafeteria der Kinder, die auch nachmittags in der Schule betreut werden. „Sowohl die pädagogische Mittagsbetreuung als auch die Betreuende Grundschule werden davon profitieren. Wir richten uns als Ganztagsschule aus, so dass wir mehr Platz für die Essenskinder brauchen“, erklärt die Schulleiterin, die schon jetzt etwa 30 Arbeitsgemeinschaften an den Nachmittagen im Angebot hat, die ebenso wie die Betreuungsmöglichkeiten rege genutzt werden.

Bei aller Begeisterung für die Veränderungen in der Schule gibt es aber einen Platz, den die Kinder lieber mögen als ihre Klassenräume: Das „Klassenzimmer im Grünen“. Hier zieht es sie häufig hin und jetzt können sie den Freiluftraum noch mehr genießen, sitzen sie doch vor den frisch sanierten Fassaden ihrer Schule. Doch bald wird sogar hier noch einiges erneuert: Tische, Bänke und Sonnenschirme sollen Einzug halten und das Lernen im Freien noch schöner werden lassen.

Quelle: op-online.de

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