Die Liebe zum Kuschel-Bären

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Während einer Kur kam die Münsterin Eleonore Heckwolf auf die Idee, Teddybären herzustellen. Jedes ihrer Stücke ist handgefertigt.

Münster ‐ Ein Paradies für Kinder, aber auch für erwachsene Kuscheltierfreunde ist das Haus von Eleonore Heckwolf in Münster: Über 150 selbst genähte Teddybären geben sich hier ein Stelldichein. Große schlanke Braunbären, bunte Exemplare mit Instrumenten in der Hand oder kleine weiße pummelige Gesellen trifft man hier an. Von Jasmin Frank

Meinen ersten Teddybär habe ich im Oktober 1999 gemacht“, erzählt Heckwolf. Jahrelanges Rauchen hatte ihre Bronchien verdorben, deshalb hatte ihr Arzt sie damals zur Kur geschickt. „Während dieses Aufenthalts wurden wir zur Beschäftigung angeregt, und da ich schon immer gerne Handarbeiten gemacht habe, bin ich kurzentschlossen in einen Teddynähkurs gegangen. Das war ein guter Tausch: Mit dem Rauchen aufhören und mit der Kreativität anfangen“, erläutert Heckwolf lachend. Die gebürtige Berlinerin strotzt mit ihren 70 Jahren vor Energie und ist deshalb immer beschäftigt. Wenn sie gerade mal keine Kuscheltiere fabriziert, strickt sie oder näht selbst entworfene Kleidungsstücke, die ebenso bequem wie geschmackvoll sind.

Mit dem Rauchen aufgehört und mit der Kreativität angefangen

Während sie sich in Sachen Mode auf einen favorisierten Stoff festgelegt hat, arbeitet sie an ihren Teddybären mit einer großen Auswahl an Materialien. „Baumwolle, Mohair und Taft sind nur einige der Stoffe, die ich verwende. Langfellige Gewebe sind einfacher zu verarbeiten, als glatte Tuche, da man bei denen die Naht immer deutlich sieht. Da muss ich ganz exakt und vorsichtig vorgehen“, erzählt Eleonore Heckwolf, die von ihren Freunden liebevoll Lore genannt wird. Auch ungewöhnliche Motive sind bei ihr zu finden, so hat sie Weihnachtsbären im Angebot, die aus glänzenden Stoffen mit Sternmotiven hergestellt sind. Für ein Kuscheltier braucht die Künstlerin gut zehn Stunden, denn sie achtet sehr auf die Sicherheit ihrer Werke. Die Bären, aber natürlich auch die Hasen und Hunde sind mit extra reißfestem Garn genäht, damit sie nicht platzen können. Die Augen sind gut befestigt und lassen sich von Kinderhänden nicht einfach aus dem Spieltier herausreißen. Heckwolf hängt an jedem der zahlreichen Exemplare, die sie angefertigt hat. Dennoch haben nicht alle Einzelstücke einen Namen, nur die einzelnen Modellreihen sind von ihr benannt worden. So kann sie diese beim Verkauf besser zuordnen.

Wer jetzt noch ein Geschenk für seine Lieben sucht, kann sich auf der Homepage der Künstlerin über die kuscheligen Kunstwerke der Wahlmünsterin informieren.
http://www.Hecki-baer.de

Für mich steht die kreative Arbeit im Vordergrund, auch wenn ich mal nichts verkaufe, bin ich zufrieden. Die Schmusetiere kosten im Schnitt ohnehin nur zwischen 20 und 50 Euro, so dass gerade mal die Materialkosten, aber nicht der Zeitaufwand entgolten wird“, erläutert die dreifache Mutter und Großmutter. Obwohl sie nicht allzu oft auf Ausstellungen geht, ist sie doch bei der Münsterer Aktion „Kunst zwischen der Kerb“ und auf dem heimatlichen Weihnachtsmarkt immer mit von der Partie. „Da kommen viele neue Interessenten, aber auch meine Stammkunden zu mir. Manche Kenner meiner Kunst kaufen jedes Jahr ein Exemplar und haben dadurch schon eine richtige Sammlung“, freut sich Heckwolf.

Quelle: op-online.de

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