Doaschdefest: Locker und lecker in Münster

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Das Kinderkarussell gehört zum Doaschde-Fest natürlich dazu.

Münster - Dunkle Wolken am Himmel, Regenschauer und starker Wind, doch die Münsterer genossen ihr Doaschdefest dennoch in vollen Zügen. Von Jasmin Frank

„Wir haben 23 Stände und 19 Vereine mit dabei, sogar unser Haus der Kinder ist in diesem Jahr vertreten“, freute sich Nicole Uhrich, die von Seiten der Gemeinde mit der Organisation des Festes betraut war und mit einem Geheimtipp zum Erfolg der Neulinge beigetragen hat. „Sie hat uns verraten, dass bislang noch niemand Pommes Frites anbietet, also haben wir sie auf die Speisekarte gesetzt und nun haben wir einen großen Andrang – egal zu welcher Uhrzeit“, freute sich die Vorsitzende des Elternbeirates des Kindergartens, Melanie Ellermann. Da immer wieder Neuanschaffungen ins Haus stehen, hatten sich die Eltern dafür entschieden, am Doaschdefest mitzumachen und so Geld für ihren Nachwuchs zu erwirtschaften.

Bilder vom Doaschdefest

Viel Andrang beim Doaschde-Fest

Doch nur vereinzelte Stände waren Premieren der Betreiber, und so waren auch langjährige Teilnehmer mit der Münsterer Feierfreudigkeit zufrieden, so Martin Peusser, Vorsitzender des SV Münster , der seit sechs Jahren – und damit von Anfang an – mit von der Partie ist und erzählt: „Wir machen hier mit, weil das Fest mittlerweile einfach zu Münster gehört und es den Vereinen gut tut. Wir bieten Speisen und Getränke an, in diesem Jahr haben wir für den Sonntag Ochsenbrust eingeplant.“

Lecker, locker, lustig: Viel Andrang an den Ständen

Die Jungs und Mädels des Hauses der Kinder traten auch auf.

Nicht nur lecker, sondern auch locker ging es bei der offiziellen Festeröffnung am Samstagnachmittag zu: Die zahlreich erschienenen politischen Ehrengäste scherzten miteinander, und Bürgermeister Walter Blank verwies am Ende seiner Eröffnungsrede auf die Vielzahl der Persönlichkeiten, die sich auf der Bühne zusammengefunden hatten und meinte augenzwinkernd zum Publikum: „Keine Angst, Sie werden jetzt nicht noch sechs weitere Ansprachen hören.“ Die Gäste hatten sich auf einen Redner geeinigt, der für sie alle sprechen sollte, und so meinte Landrat Klaus Peter Schellhaas: „Man sieht, auch Politiker können ökonomisch denken.“ Im Anschluss zeigten die Steppkes des Kindergartens „Haus der Kinder“ ihr Können auf der Bühne, bevor die Doaschdemädels zum Zuge kamen: Sie hatten zur Freude des Publikums ein witziges Spiel namens „Schlag den Bürgermeister“ auf die Beine gestellt, in der Walter Blank in Anlehnung an die Fernsehshow unter Bewältigung kleiner Aufgaben gegen einen Gegner, Martin „Uli“ Leiherer, antreten musste.

Der Kerbvater 2010 setzte sich zwar am Ende durch, doch Blank konnte die eine oder andere Frage besser beantworten. „Wie viele Tiere einer Art nahm Moses mit auf seine Arche?“ war gefragt. Blank erkannte die Fangfrage sofort, denn die Arche war nicht Moses, sondern Noahs Werk gewesen.

Drei Tage voller Stimmung

Wie in jedem Jahr waren wieder drei Vereine für den reibungslosen Ablauf des dreitägigen Spektakels verantwortlich. Der Stammtisch „Die Weizenkiller“ organisierte das Marketing, der TV Münster sichtete die Finanzen und der Verein Radsport engagierte die Musik. „Wir hatten alle viel zu tun und sind nun froh, dass das Fest immer gut von den Münsterern und Besuchern aus der Region angenommen wird“, fasste Ausschusssprecher Alexander Ehrhard zusammen und freute sich über die gute Stimmung auf dem Doaschdefest, die alle drei Tage hindurch und bis in die späten Abendstunden hinein anhielt.

Quelle: op-online.de

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