Mahnwache zur Wiederbelebung des 2012 ausgefallenen Doaschdefestes

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Mahnwache zur Wiederbelebung des traditionellen Doaschdefestes in Münster

Münster - Nein, sie ließen ihn nicht allein im sonntagnachmittäglichen Regen stehen, die Anhänger des in diesem Jahr sang- und klanglos ausgefallenen Doaschdefestes: Friedel Seib hatte auf Plakaten am Rathausplatz zur Mahnwache am aus dem Kalender gestrichenen Fest-Sonntag aufgerufen (wir berichteten).

Und ein Dutzend Getreuer stand Gewehr bei Fuß. Der gebürtige Münsterer – er erblickte das Licht der Welt in der Hintergasse 1 – hatte gleich mehrere gemeinschaftliche Anliegen auf dem Herzen. Nicht nur, dass er es als unglaublich empfindet, dass sich scheinbar keiner mehr fürs traditionelle Gemeindefest interessiert, schließlich entsprang das Doaschdefest aus dem Altstadtreiben.

Auch dass der Rathausplatz von einer Grabesruhe umgeben ist, missfällt dem Vorstandsmitglied der IG-Rathausplatz. Schlag 12 Uhr am Sonntag blickte Seib noch finsterer als die dunklen Wolken, die überm völlig verwaisten Platz aufzogen. Doch fanden sich dann die Anhänger und Mitstreiter ein. Horst Löbig aus der Hintergasse schenkte dem unermüdlichen Doaschdefeststreiter gar eine Eintritts-Ansteckfähnchen des ersten Altstadtfests von 1979, die sich im noch nicht verblichenen Orange gut auf seinem schwarzen Hemd ausmachte. Bei Kartoffelflocken schmiedeten die Mahnwachenden Pläne, die Tradition wieder zu beleben. Siehe auch Angemerkt.

Quelle: op-online.de

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