Maibaum sichtbar bis Mainhatten

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Langjährige Mitglieder ehrte die Altheimer Feuerwehr bei ihrem Maibaumfest.

Altheim (mj) - „Den Baum sieht man bis nach Frankfurt!“ oder „Gegen den haben die Bayern nur Bonsais!“: Die Freude und die gute Laune auf dem Feuerwehrplatz in Altheim war groß, als der Maibaum endlich im Schein der Abendsonne stand.

Das Aufrichten der 17 Meter hohen Fichte zeigte sich als nicht einfach und benötigte seine Zeit. Stück für Stück wurde das gute Stück in die Senkrechte gebracht bis es endlich in jene Vorrichtung rutschte, in der auch der Weihnachtsbaum steht.

Mit dem Maibaumfest lud die Altheimer Wehr am Vorabend des 1. Mai zur elften Neuauflage des mittlerweile sehr beliebten Termins im Ortskalender ein. Rund 250 Besucher kamen, um den geschälten Stamm zu bewundern, den fünf Mannen der Einsatzabteilung wenige Tage zuvor mit dem zuständigen Förster in einem Waldstück Richtung Richen schlugen. Vor dem Aufstellen wurde noch die Krone mit buntem Krepppapier geschmückt. Dazu waren wie gewohnt die Kinder aufgerufen. Für die richtigen Klänge sorgte das Blasorchester der Feuerwehr. Das taten die Bläser nicht nur mit „Dicke-Backe-Musik“: Abwechslungsreich flossen auch Dixieland-Stücke ein und das heikle Aufrichten des Baumes wurde mit einem Trommelwirbel untermalt. Laut Tobias Fieres von der Einsatzabteilung soll der Riese im Ortsbild bis zum Juni stehenbleiben.

Neuer Standort hat sich etabliert

Ein Maibaum hat in Altheim Tradition. „Davon hat mein Großvater schon erzählt“, berichtet der zweite Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Heinz Neff. Als der Brauch einmal einschlief, wurde er von Privatseite fortgesetzt, seit nunmehr elf Jahren hat ihn die Feuerwehr übernommen. Die verlegte auch den Platz des Baumes vom Rathaus auf den Feuerwehrplatz. Ob das der Grund ist, dass das gute Stück im zweiten Jahr einmal von Unbekannten gefällt wurde, ist nicht bekannt. „Mittlerweile hat sich der neue Standort aber etabliert“, weiß Neff.

Zum Fest gab es auch ein Gewinnspiel mit Gutschein für ein lokales Eiscafé für diejenigen, die beim Schätzen des Gewichts der abgeschälten Rinde am nächsten dran waren. Das richtige Ergebnis lautete 26,85 Kilogramm.

Bei der Ehrung langjähriger Mitglieder des Feuerwehrvereins wurden folgende Personen ausgezeichnet: Joachim Koch, Sonja Lubina, Simon Rudolph, Meike Schneberger und Joachim Ziemer für 25 Jahre, Ernst Otto Bernhardt, Philipp Eckhardt, Horst Kolb, Klaus Lehr, Walter Meesen, Reinhard Meesen, Dieter Reimann, Norbert Schewe, Karl-Heinz Willmann und Jürgen Ziebold für 50 Jahre und August Funk für 60 Jahre. Damit gehört Funk der vor 110 Jahren gegründeten Wehr mehr als die Hälfte ihres Bestehens an.

Quelle: op-online.de

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