Krankenhausausstatter spendet OP-Masken für Vereine, Kitas und Altenheime

160.000 Masken für Münster

Danmedics-Geschäftsführer Steffen Dannoritzer (links) übergibt große Kartons voller medizinischer Masken an Münsters Bürgermeister Joachim Schledt.
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Gemeinsam gegen Corona: Danmedics-Geschäftsführer Steffen Dannoritzer (links) übergibt große Kartons voller medizinischer Masken an Münsters Bürgermeister Joachim Schledt.

Ein Unternehmen hat der Gemeinde Münster rund 160 .000 OP-Masken gespendet, die als Einwegmasken auch vor dem Corona-Virus schützen sollen.

Münster - Die Gemeindeverwaltung verteilt die Masken nun an Vereine, Schulen, Kindergärten, Seniorenpflegeeinrichtungen, Arztpraxen und Gewerbebetriebe. Auf diese Weise sollen auch Menschen erreicht werden, die nicht mobil sind oder die sich solche Masken nicht leisten können.

Selbst genähte Stoffmasken haben ausgedient: Seit 23. Januar gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und vielen anderen Stellen die Pflicht, medizinische Masken zu tragen. Sie sollen besser vor Infektionen schützen. Dahinter steht die Sorge um eine Ausbreitung der besonders ansteckenden Coronavirus-Mutationen.

Gemeinde Münster verteilt Masken auch über die Vereine

Die Danmedics Medical Engineering GmbH aus dem Ortsteil Breitefeld will dazu beitragen, die Bevölkerung mit solchen Masken zu versorgen. Viele Kartons voller OP-Masken stapeln sich nun im Rathaus. Sandra Schröbel ist dafür zuständig, sie zu verteilen. Die Gemeindeverwaltung hat bereits eine Reihe an Vereinen und Einrichtungen angeschrieben. Weitere Vereine können sich melden, wenn sie Masken zur Verteilung an Mitglieder oder Bedürftige benötigen. Dazu genügt eine E-Mail an Sandra Schröbel (s.schroebel@muenster-hessen.de). An Privatpersonen gibt die Gemeinde keine Masken ab: Die Organisation wäre zu aufwendig.

„Uns war es wichtig, dass Menschen in Münster unkompliziert an Masken kommen, schließlich geht es um den bestmöglichen Schutz aller“, betont Danmedics-Geschäftsführer Steffen Dannoritzer. „Es handelt sich um hochwertige, durch deutsche Institute geprüfte Ware.“

Im Gegensatz zu Stoffmasken, die in der Qualität stark schwanken können und ohne unabhängige Prüfung auf dem Markt landen, handelt es sich bei medizinischen Masken um professionelle Produkte mit definierten Eigenschaften. Sie bestehen aus mehreren Schichten an Filtermaterial. Nach Angaben des Unternehmens bieten sie „einen guten Fremdschutz sowie auch einen gewissen Eigenschutz“.

Bürgermeister Joachim Schledt ist dankbar für die Sachspende. „Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass das Unternehmen vor einigen Jahren seinen Standort nach Breitefeld verlegt hat“, betont er in einer Pressemitteilung: „Schon im April, als Masken überall knapp waren, konnten wir mit der Hilfe von Danmedics Schutzausrüstung an örtliche Apotheken, Einzelhändler und Arztpraxen liefern.“

Die Danmedics Medical Engineering GmbH verdient ihr Geld zwar im Medizinsektor, aber nicht unbedingt mit Verbrauchsmaterialien. Zu den Geschäftsfeldern gehören Medizintechnik und Mobiliar für Krankenhäuser, besonders für Operationssäle und Intensivstationen. Das Unternehmen ist auch international tätig. Für Generalunternehmer stellt Danmedics die Krankenhauseinrichtung mit Medizintechnik und Mobiliar zusammen. Dabei arbeitet das Münsterer Unternehmen auch mit Firmen aus der Region zusammen.  (eh)

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