Mehr Licht fürs Freizeitzentrum

Münster ‐ Eine ganz harmonische Sitzung sei es gewesen. Ein Hauch von Überraschung schwingt noch in der Stimme von Bürgermeister Walter Blank (CDU) mit. Selten zeigt sich ein demokratisches Parlament zumindest im Ergebnis derart einig, wie das Münsterer am vergangenen Montagabend. Von Jenny Westphal

Einstimmig votieren die Gemeindevertreter für ein zentrales Standesamt für Dieburg, Münster, Eppertshausen und Messel. Jährlich rund 10 000 Euro würde die Gemeinde sparen, sagen die aktuellen Berechnungen. „Das ist es aber nicht alleine“, fügt der Rathauschef hinzu. Beständige Änderungen gesetzlicher Bestimmungen erforderten eine beständige Weiterbildung der Standesbeamten. Ein weiterer Kostenfaktor, der über das zentrale Standesamt verringert würde. „Das Fachwissen wird besser gebündelt, das ist ja auch zum Vorteil der Einwohner“, sagt Blank. Die Sozialdemokraten hoffen darauf, dass das Standesamt nicht die einzige Stelle bleiben wird, an der die Nachbargemeinden zusammenarbeiten.

Ebenfalls einhellig stimmen die Münsterer Gemeindevertreter für die gemeinsame Gewerbemeile mit Eppertshausen, die im Mai nächsten Jahres stattfinden wird. Immerhin diene sie der Imagepflege der Gemeinde und der einheimischen Wirtschaftsförderung, damit ließe sich gut Zustimmung finden, so der Bürgermeister. „Wir fordern seit Jahren, dass etwas für die Wirtschaftsförderung getan wird, da können wir uns schlecht der Gewerbemeile verschließen“, sagt Klaus Rainer Bulang, SPD-Fraktionsvorsitzender: „Es ist eine gute Geschichte.“ Die Sozialdemokraten aus Münster und Eppertshausen planen, mit einem gemeinsamen kleinen Stand auf der Meile vertreten zu sein. Rund 12 500 Euro steckt Münster in die prestigeträchtige Veranstaltung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 60 000 Euro.

Autos sollen langsamer durch Altheimer Wohngebiet fahren

Zwei Anträge der SPD-Fraktion hat die Versammlung einstimmig an den Bauausschuss überwiesen. Langsamer sollen Autos nach dem Willen der Münsterer Sozialdemokraten durch das Altheimer Wohngebiet „Östlich der Ringstraße“ fahren. Fraktionschef Bulang schwebt gar die Umwandlung in eine Spielstraße vor, statt wie im Antrag gefordert das Tempolimit von 30 auf 20 Stundenkilometer zu senken. Anwohner hatten die Sozialdemokraten angesprochen, die Kinder im Wohngebiet vor durchrasenden Kraftfahrern und Paketdiensten zu schützen. Zur Prüfung wurde der Antrag ebenso wie der zum Bau eines Krippenhauses an den Bauausschuss verwiesen. Den Sozialdemokraten behagen die Pläne des Bürgermeisters nicht, die mit 20 Plätzen geplante Kinderkrippe auf der beengten Fläche eines Einfamilienhauses unterzubringen, das die Gemeinde vom Bauträger zurückkaufen müsste.

Das ist ein ungewöhnlicher Vorgang“, sagt Bulang. „Wir wollen ein zweckgebundenes Gebäude auf dem ursprünglich dafür vorgesehenen Grundstück neben der Kulturhalle.“ Ein Gebäude, das die Gemeinde auch anderweitig nutzen kann, sollte eines Tages der Bedarf an Krippenplätzen nachlassen. Der Bauausschuss soll nun die Plänen abwägen.

Mit zwei neuen Lampen wird das Freizeitzentrum Münster ausgestattet

Es ist so stockdunkel, dass man nicht das Schlüsselloch findet“, erläutert Bulang den Antrag des SPD-Genossen Frank Langscheidt. „Eigentlich ist so was eine Selbstverständlichkeit. In Münster nicht immer. Deswegen hat er den Antrag eingereicht“, ergänzte der SPD-Fraktionschef. Eine Lampe soll an den Toiletten Licht spenden, selbst, wenn der Kiosk nicht geöffnet ist. Bisher wird die Beleuchtung an dem Eingang ausschließlich vom Kiosk aus gesteuert. Skeptisch zeigt sich Bürgermeister Blank, ob die am Pavillon eingeforderte Lampe vor Vandalen sicher sein wird: „Es wird sich zeigen, wie lange es hält.“

Quelle: op-online.de

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