Mehr Platz für Lego und rollende Autos

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Spielen und Tollen können die Unter-Dreijährigen im neuen Anbau an die Altheimer Sport- und Kulturhalle - Mitte März sind die Kleinen eingezogen.

Münster -In die Betreuung des Nachwuchses fließt derzeit viel Geld in Münster: Praktisch neu gebaut werden musste der evangelische Kindergarten am Walter-Kolb-Platz, im neuen Anbau an die Altheimer Sport- und Kulturhalle spielt seit Mitte März der Nachwuchs unter drei Jahren. Von Alexander Klug

Bis auf das Tor zum Gelände ist alles fertig“, sagt der für die Münsterer und Altheimer Kinder und Jugendlichen zuständige Abteilungsleiter Frank-Ulrich Lenz. Er kündigt für nächsten Monat eine Einweihungsfeier der neuen Einrichtung an. Rund 220 000 Euro sind für die neuen Räume samt Ausrüstung fällig – 172 000 davon übernimmt die Landesregierung. Auf die zwölf Steppkes passt in Nachbarschaft zur Regenbogenschule der Verein „Blumenkinder“ auf. Das Team aus ursprünglich zwei Müttern hat sich um eine weitere Kraft verstärkt.

Im evangeliaschen Kindergarten hingegen wird noch gebaut; Anfang Juni sollen die Kinder an den Walter-Kolb-Platz zurückkehren.

Den Bedarf an Betreuung für die ganz Kleinen, der über die zwölf angebotenen Plätze hinausgeht, will die Verwaltung durch die anvisierte Kooperation mit Dieburg bedienen: „Für eine zweite Gruppe ist neben der Regenbogenschule kein Platz“, weiß Frank Ulrich Lenz. Dafür soll ein gemeinsames sogenanntes Krippenhaus samt Kindergarten im Dieburger Nordring entstehen.

Die Arbeiten am evangelischen Kindergarten im Münsterer Ortskern haben nicht ganz so freiwillige Ursachen: Weil im Januar Wasser aus einem geplatzten Rohr die Einrichtung überflutet hatte, war eine grundlegende Sanierung nötig geworden. „Im Prinzip ist alles bis auf die Stützkonstruktion des Gebäudes neu gemacht worden“, erläutert Frank-Ulrich Lenz.

Bereits seit Mitte Januar wird an Dach, Fenstern, Wänden und dem Fußboden gearbeitet – Kostenpunkt: 560 000 Euro. Doch entfällt davon nur ein kleiner Teil, nämlich die Kosten des Daches, auf die Gemeinde, rund 60 000 Euro, den Rest bezahlt die Versicherung.

Bis Ende Mai, davon geht der Rathausmitarbeiter aus, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – Anfang Juni stünde dann der Umzug vom Jugendzentrum, wo die Kinder während der Sanierung untergebracht waren, an den Walter-Kolb-Platz an.

Die Organisation habe prima funktioniert, berichtet Lenz. „Klar, der einen oder anderen Forderung von Jugend- und Gesundheitsamt sind wir nachgekommen. Dabei ging es um Dinge wie eine Klingel hier oder einen Kleiderhaken dort.“ Schon, als das Wasser im Kindergarten stand, hatten Eltern und Verwaltung schnell reagiert: Bald waren die rund 100 Kinder in Jugendzentrum und evangelischem Gemeindehaus untergebracht.

Quelle: op-online.de

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