Münsterer Traditionswettbewerb

Das meiste Volk strampelt für DJK

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Bei der Siegerehrung wurden die Vereine mit den meisten Teilnehmern ausgezeichnet.

Münster - Überzeugten Radfahrern macht das Wetter wenig aus. Das hofft zumindest alljährlich der Verein Radsport 1921 Münster, wenn sein großes Volksradfahren ansteht und Petrus keine optimalen Bedingungen liefert. Nun hatte er Glück und viele Teilnehmer. Von Michael Just

Zur bereits 41. Auflage am Wochenende mit angeschlossenem Waldfest regnete es zwar nicht, dafür wies die Quecksilbersäule ziemlich hohe Temperaturen aus. Die Hitze dürfte für viele ein Argument gewesen sein, jegliche Form der Körperertüchtigung erstmal zurückzustellen. Am Ende schwangen sich 519 Pedalierer auf die Räder und machten sich auf, die mit Kreidepfeilen auf dem Boden gekennzeichnete Strecke durch die Germarkung von Münster und seiner Umgebung zu bewältigen. Einige Teilnehmer fuhren mit Pedelecs, also batterieunterstützten Rädern, was jedoch nicht gegen die Regularien spricht. „Jeder so, wie er mag“, lautet der liberale Grundgedanke beim Münsterer Volksradfahren.

Die 500-Personen-Marke ist in den letzten Jahren zu einer magischen Grenzzahl geworden. Wird sie überschritten, zeigt man sich auf Seiten des Ausrichters halbwegs mit der Resonanz zufrieden. Aber nur halbwegs: „Wir hatten auch schon weit über 800 Teilnehmer“, weiß Pressewart Anton Frank. Wie auch in den Jahren zuvor standen Distanzen von zehn, 20 und 50 Kilometer zur Auswahl. Ferner bestand die Möglichkeit, Samstag oder Sonntag in die Pedale zu treten. 147 Radler entschieden sich für den Samstag, darunter auch Bürgermeister Walter Blank, unter dessen Schirmherrschaft die Veranstaltung stand.

Sportlich herausfordernde 50-Kilometer-Strecke

Die sportlich herausfordernde 50-Kilometer-Strecke, die größtenteils über Landstraßen ging und deshalb vor allem die Rennradfahrer ansprach, wählten 46 sportliche Mitstreiter. Viermal soviel, nämlich 180 Teilnehmer, machten sich auf die Zehn-Kilometer-Strecke, die als besonders kinder- und familienfreundlich gilt. Um das körperliche Wohlbefinden kümmerte sich das DRK.

Die Siegerehrung lag in den Händen des ersten Vorsitzenden des Vereins Radsport, Willi Braun, sowie Bürgermeister Walter Blank. Am Sonntagmittag war sie in das Waldfest im Münsterer Freizeitzentrum eingebettet, das traditionell den gemütlichen Abschluss des Volksradfahrens mit Speis und Trank bildet. Wie Walter Blank bei der Siegerehrung sagte, sei Radfahren ausgesprochen gut für die Gesundheit. Nicht vergessen sollte man aber auch den sozialen Aspekt, der durch die Gemeinschaft entstünde. „Dazu gehört selbst der kleine Plausch mit dem Streckenposten“, so der Verwaltungschef.

Als besonders spannend bezeichnete er den jährlichen Wettstreit der Vereine untereinander, wer die meisten Teilnehmer für die Touren in den Sattel bekommt. Diesmal waren 26 Vereine und Gruppen am Start. Den ersten Platz und damit den Wanderpokal des Bürgermeisters holte sich mit 69 Mitfahrern die DJK. Zweiter wurde die Feuerwehr Münster mit 63 Radlern, dritter der Wanderverein „Frisch Auf“ mit 57 Teilnehmern. Den vierten Platz belegten die „Los Pedalos“, die immerhin noch 31 ihrer Anhänger auf die Drahtesel bewegen konnten. Der älteste Teilnehmer war Franz Jonke, der im April diesen Jahres seinen 88. Geburtstag feierte.

Quelle: op-online.de

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