30. Moret-Triathlon fordert auf dem Rad

Zu warm für Neoprenanzug

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Die Staffel des VfL Münster kam als erste ins Ziel, wurde allerdings später disqualifiziert, weil sie sich nicht an die Wettkampfregeln gehalten hatte.

Münster - Drei Jahrzehnte Moret-Triathlon sind seit Samstag komplett: Auch wenn der Dreikampf des VfL Münster längst nicht mehr über Dieburgs Hausberg führt, hat er seinen Namen bis heute behalten - und nun die 30. Auflage erlebt. Von Jens Dörr

Was 1985 mit 39 Teilnehmern begann, entpuppte sich am Wochenende als sportliche Großereignis: 333 Männer, 59 Frauen sowie 19 Staffeln kamen ins Ziel am Altheimer Sportzentrum. Knapp 60 Athleten hatten kurzfristig auf eine Teilnahme verzichtet, drei Dutzend gaben auf oder wurden von den vom Hessischen Triathlon-Verband entsandten Kampfrichtern disqualifiziert. Stefan Eichheimer vom TuS Griesheim wurde in 4:05:57 Stunden Gesamtsieger. Die VfL-Athletin Martina Maul sicherte sich im Heimrennen über die zwei Kilometer Schwimmen im Hardt-See bei Babenhausen, 84 Kilometer auf dem Rad und 21,1 Kilometer Laufen nicht nur Platz eins, sondern wurde über die Mitteldistanz zugleich auch Hessenmeisterin. (Ausführlicher Artikel im Sportteil).

Zwar registrierten VfL-Cheforganisator Werner Haase sowie Rennleiter Andreas Kropp die Triumphmärsche an der Spitze des Feldes natürlich, hatten in erster Linie aber alle Hände voll zu tun mit der Koordination des Jubiläums. Dennoch ließ es sich Kropp nicht nehmen, die beiden Startschüsse am Hardt-See selbst zu geben. Zuvor hatten sich manche über das Neoprenanzug-Verbot gewundert. Die klare Regel indes: „Bei einer Mitteldistanz ist der Anzug nur bei Wassertemperaturen von unter 23 Grad erlaubt“, wusste Kropp. Im Hardt-See waren am Morgen 24,3 Grad gemessen worden. „Der Anzug ist vor allem für die schwächeren Schwimmer ein Vorteil, weil er die Lage im Wasser verbessert“, erläuterte VfL-Athlet Felix Schreiber.

Zum zweiten Mal in Folge fand der Schwimmstart neben dem Ausstieg auf der Südseite des Sees statt, bis 2012 war es noch am östlichen Rand ins Nass gegangen. Der Zugang zu dieser Stelle ist inzwischen aber durch Schilf versperrt, so dass der „Moret-Triathlon“ seit 2013 an anderer Stelle beginnt.

Beginn des Radfahrens war derweil einige Meter von der Wechselzone entfernt an einem leicht ansteigenden Asphaltstück. Das forderte so manchen Athleten heraus, da nach dem Einklicken der Radschuhe ins Pedal zunächst die Kraft nur einseitig vorhanden und der Start in leichter Hanglage somit schwieriger als auf flacher Strecke ist. Mühe hatten insbesondere jene, die die Schuhe vorab auf den Pedalen angebracht hatten und nur noch in diese hineinschlüpfen wollten. Vereinzelt schoben die Athleten trotz Ermahnungen der Kampfrichter ihre Räder zunächst einige Meter den kleinen Hang hinauf und stiegen erst dann in den Sattel.

In dem hatten sie anschließend kein allzu leichtes Spiel: „Es war windig“, berichtete etwa Sieger Eichheimer. Mit einigen saftigen Anstiegen gilt die Radstrecke des Moret-Triathlon zudem nicht als Kinderspiel. Flach hingegen war der Laufkurs zum Abschluss rund um Altheim. Die meisten der fast 200 Helfer reichten auch dann noch Verpflegung und begrüßten nach siebeneinhalb Stunden den letzten Finisher.

Quelle: op-online.de

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